Was hilft gegen Pickel? Ursachen, Tipps und die richtige Hautpflege

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Pickel gehören zu den häufigsten Hautunreinheiten und können in jedem Alter auftreten. Sie entstehen meist durch verstopfte Poren und entzündliche Prozesse in der Haut. Mit einer konsequenten Hautpflege und den richtigen Wirkstoffen lassen sich bestehende Pickel häufig reduzieren und neuen Hautunreinheiten vorbeugen. 

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Ursachen hinter Pickeln stecken, welche Maßnahmen gegen Hautunreinheiten helfen und wie Sie Ihre Haut langfristig unterstützen können. 

Warum entstehen Pickel? 

Pickel entstehen nicht plötzlich, sondern sind das Ergebnis mehrerer Prozesse in der Haut. Normalerweise wird überschüssiger Talg über die Poren an die Hautoberfläche abgegeben. Produziert die Haut jedoch zu viel Talg oder verhornt die oberste Hautschicht stärker, können die Poren verstopfen. Es entstehen zunächst Mitesser, aus denen sich bei einer Entzündung Pickel entwickeln können (vgl. Nast et al., 2016). Pickel entwickeln sich meist über mehrere Tage und entstehen nicht plötzlich über Nacht. 

Verschiedene Faktoren können diesen Prozess begünstigen. Häufig wirken mehrere Ursachen gleichzeitig zusammen (vgl. Dréno et al., 2018). 

Hormonelle Veränderungen 

Hormonschwankungen gehören zu den häufigsten Ursachen für Pickel. Besonders während der Pubertät, des Menstruationszyklus, einer Schwangerschaft oder nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel kann die Talgproduktion zunehmen. Dadurch steigt das Risiko für verstopfte Poren und entzündliche Hautunreinheiten (vgl. Tan et al., 2018).

Ungeeignete Hautpflege 

Zu reichhaltige oder komedogene Pflegeprodukte können die Poren zusätzlich belasten. Gleichzeitig kann eine zu aggressive Reinigung die Hautbarriere schwächen und Irritationen fördern. Empfehlenswert sind deshalb milde, nicht komedogene Produkte, die auf den individuellen Hauttyp abgestimmt sind (vgl. Dréno et al., 2018). 

Stress und Lebensstil 

Auch Stress kann das Hautbild beeinflussen. Unter Stress schüttet der Körper vermehrt Hormone wie Cortisol aus, die die Talgproduktion und Entzündungsprozesse fördern können. Darüber hinaus können Faktoren wie Schlafmangel oder Rauchen bestehende Hautunreinheiten zusätzlich begünstigen (vgl. Dréno et al., 2018).

Schematische Darstellung der Entstehung eines Pickels von einer gesunden Pore über eine verstopfte Pore bis zu einer entzündeten Hautläsion im Querschnitt der Haut.
Pickel entstehen durch verstopfte Poren infolge von Talgüberschuss oder Verhornungen, wobei Faktoren wie hormonelle Schwankungen, ungeeignete Hautpflege sowie Stress diesen Entstehungsprozess begünstigen.

Was ist der Unterschied zwischen Pickeln und Akne? 

Viele Menschen verwenden die Begriffe Pickel und Akne synonym. Tatsächlich handelt es sich jedoch nicht um dasselbe. Während einzelne Pickel gelegentlich auftreten können, ist Akne eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der verschiedene Formen von Hautunreinheiten gleichzeitig vorkommen (vgl. Nast et al., 2016). 

 

Pickel 

Akne 

Können vereinzelt auftreten. Umfasst meist mehrere Hautunreinheiten gleichzeitig. 
Heilen häufig innerhalb weniger Tage ab. Verläuft häufig über einen längeren Zeitraum und in Schüben. 
Entstehen meist durch eine lokal verstopfte oder entzündete Pore. Beruht auf mehreren Ursachen, darunter erhöhte Talgproduktion, Verhornungsstörungen und Entzündungen. 
Hinterlassen meist keine bleibenden Folgen. Kann Pickelmale oder Aknenarben verursachen. 
Lassen sich häufig mit einer geeigneten Hautpflege kontrollieren. Kann zusätzlich eine dermatologische Behandlung erfordern (vgl. Nast et al., 2016). 

Whiteheads und Blackheads gelten als Vorstufen vieler entzündlicher Pickel. Treten Pickel regelmäßig oder gemeinsam mit zahlreichen Mitessern auf, kann dies auf eine Akne hinweisen (vgl. Nast et al., 2016). 

Was hilft gegen Pickel? 

Pickel entstehen nicht zufällig über Nacht und verschwinden meist auch nicht innerhalb weniger Stunden. Eine wirksame Behandlung setzt möglichst früh im Entstehungsprozess an: Sie hilft dabei, verstopfte Poren zu befreien, Entzündungen zu reduzieren und der Entstehung neuer Pickel vorzubeugen (vgl. Nast et al., 2016). 

Die Entstehung neuer Pickel gezielt verhindern 

Je früher verstopfte Poren behandelt werden, desto geringer ist das Risiko, dass sich daraus entzündliche Pickel entwickeln. Dabei können verschiedene Wirkstoffe helfen, die jeweils an unterschiedlichen Stellen des Entstehungsprozesses ansetzen (vgl. Nast et al., 2016). 

  • Salicylsäure (BHA): Löst überschüssigen Talg und abgestorbene Hautzellen in den Poren. 
  • Niacinamid: Unterstützt die Hautbarriere, wirkt beruhigend und kann Rötungen sowie entzündliche Hautveränderungen reduzieren. 
  • Retinoide: Fördern die Zellerneuerung und helfen, einer übermäßigen Verhornung der Poren vorzubeugen. 
  • Fruchtsäuren (AHA): Unterstützen die Abschuppung der obersten Hautschichten und können das Hautbild verfeinern (vgl. Nast et al., 2016; Zaenglein et al., 2016). 

Welche Wirkstoffkombination geeignet ist, hängt vom Hautzustand und der Empfindlichkeit der Haut ab.

Ein Frau mit Handtuch auf dem Kopf reibt ein Wattepad auf ihre Wange voller Pickelmale.
Um der Entstehung neuer Pickel entgegenzuwirken, ist eine individuell abgestimmte Pflegeroutine mit Wirkstoffen wie Salicylsäure, Niacinamid, Retinoiden oder Fruchtsäuren entscheidend, da diese verstopfte Poren befreien und Entzündungen reduzieren.

Warum Sie Pickel nicht ausdrücken sollten 

Auch wenn der Wunsch groß ist, einen Pickel möglichst schnell loszuwerden, sollte er nicht ausgedrückt werden. Dabei können Bakterien, Talg und Entzündungsstoffe tiefer in die Haut gelangen. Dadurch steigt das Risiko für stärkere Entzündungen, Pickelmale oder Narben. Empfehlenswert ist stattdessen eine gezielte Behandlung mit geeigneten Pflegeprodukten und etwas Geduld, bis der Pickel von selbst abklingt (vgl. Zaenglein et al., 2016). 

Auch vermeintliche Soforthilfen können die Haut zusätzlich reizen und den Heilungsprozess verzögern. Verzichten Sie deshalb möglichst auf: 

  • Zahnpasta: Kann die Haut austrocknen und reizen. 
  • Zitronensaft oder Backpulver: Können den natürlichen pH-Wert der Haut stören und Irritationen verursachen. 
  • Aggressives Ausdrücken: Erhöht das Risiko für Entzündungen, Pickelmale und Narben. 
  • Zu häufiges Wechseln von Pflegeprodukten: Die Haut benötigt Zeit, um auf eine neue Pflegeroutine zu reagieren (vgl. Zaenglein et al., 2016). 

Was hilft schnell gegen Pickel? 

Auch wenn sich Pickel nicht innerhalb weniger Stunden vollständig beseitigen lassen, können einige Maßnahmen dazu beitragen, Entzündungen zu beruhigen und den Heilungsprozess zu unterstützen. 

Bei einzelnen Pickeln empfiehlt sich: 

  • Den Pickel kühlen: Ein sauberes, kühles Gelpad oder Kühlpack (in ein Tuch gewickelt) kann Schwellungen und Rötungen vorübergehend lindern. 
  • Gezielte Akutpflege anwenden: Punktuell aufgetragene Akutpflege kann dazu beitragen, einzelne Pickel schneller abklingen zu lassen. Die Cleanance COMEDOMED PEELING Intensiv Anti-Pickel Akutpflege reduzierte in einer klinischen Anwenderstudie nach 15 Tagen 92 % der Pickel.* 
  • Der Haut Zeit geben: Auch wenn sich Pickel nicht über Nacht vollständig entfernen lassen, können diese Maßnahmen dazu beitragen, dass sie schneller abklingen und am nächsten Morgen weniger auffällig erscheinen (vgl. Nast et al., 2016). 

*Interne Anwenderstudie mit 38 Proband:innen, lokalisierte Anwendung 3-mal täglich über 28 Tage. Klinische Bewertung des durchschnittlichen Volumens entzündlicher Läsionen.

Hautpflege bei Pickeln 

Eine konsequente Hautpflege ist die Grundlage, um Pickel langfristig zu reduzieren und neuen Hautunreinheiten vorzubeugen. Wichtig ist eine Pflegeroutine, die überschüssigen Talg entfernt, die Poren klärt und gleichzeitig die Hautbarriere schützt. Auch unreine Haut benötigt ausreichend Feuchtigkeit – aggressive oder austrocknende Pflege kann das Hautbild sogar verschlechtern (vgl. Dréno et al., 2018). 

Eine junge Frau mit Handtuchturban und weißem Shirt trägt eine Creme auf ihre Wange voller Pickelmale auf.
Um Pickel langfristig zu reduzieren und vorzubeugen, ist eine konsequente, auf den individuellen Hauttyp abgestimmte Pflegeroutine essenziell, die sanfte Reinigung mit Feuchtigkeitspflege verbindet und die Hautbarriere schützt.

Die Haut gründlich reinigen 

Eine sanfte Reinigung entfernt überschüssigen Talg, Schmutz und Make-up-Rückstände, ohne die Haut unnötig zu reizen. Besonders bei zu Pickeln neigender Haut empfiehlt sich die Reinigung morgens und abends. 

Das Cleanance Reinigungsgel reinigt fettige und zu Unreinheiten neigende Haut besonders sanft und hilft, überschüssigen Talg zu entfernen. 100 % der Anwender:innen berichteten nach 14 Tagen, dass ihre Haut von Unreinheiten befreit war.* 

*Interne, offene monozentrische Anwenderstudie mit 50 Proband:innen (73 % Frauen, 27 % Männer). Anwendung zweimal täglich über 28 Tage. Beurteilung anhand eines Selbstbewertungsfragebogens. 

Das Hautbild mit einem Peeling verfeinern 

Chemische Peelings können abgestorbene Hautzellen lösen und dazu beitragen, verstopften Poren vorzubeugen. Im Gegensatz zu mechanischen Peelings wirken Fruchtsäuren gleichmäßig auf der Hautoberfläche und unterstützen die natürliche Hauterneuerung (vgl. Zaenglein et al., 2016). 

Das Cleanance A.H.A. Peeling-Serum reduziert Unreinheiten, Poren und Pickelmale und verfeinert das Hautbild bereits nach 10 Tagen.* 

*Interne Anwenderstudie mit 74 Probanden über 10 Tage. 

Die Hautbarriere unterstützen 

Auch bei zu Pickeln neigender Haut ist eine Feuchtigkeitspflege wichtig. Austrocknende Wirkstoffe oder medizinische Aknebehandlungen können die Hautbarriere belasten und Spannungsgefühle, Rötungen oder Trockenheit verursachen. Eine beruhigende Feuchtigkeitspflege hilft, die Haut zu regenerieren und ihr Gleichgewicht zu unterstützen (vgl. Nast et al., 2016). 

Die Cleanance HYDRA Beruhigende Feuchtigkeitspflege wurde speziell für durch Aknebehandlungen gereizte und ausgetrocknete Haut entwickelt. In einer Verträglichkeitsstudie wurden Rötungen nach 28 Tagen um 63,9 % reduziert, gleichzeitig verringerte sich Trockenheit um 99 %.*  

*Verträglichkeitsstudie mit 44 Proband:innen unter dermatologischer Aufsicht. Anwendung zweimal täglich über 28 Tage bei durch medizinische Aknebehandlungen gereizter Haut. 

Empfohlene Produkte

    Wie lassen sich Pickel langfristig vorbeugen? 

    Nicht jeder Pickel lässt sich vermeiden. Mit einigen einfachen Gewohnheiten können Sie jedoch dazu beitragen, das Risiko neuer Hautunreinheiten zu verringern und Ihre Haut langfristig zu unterstützen (vgl. Nast et al., 2016). 

    • Berühren Sie Ihr Gesicht möglichst selten: So gelangen weniger Schmutz, Bakterien und Hautfette von den Händen auf die Haut. 
    • Entfernen Sie Make-up jeden Abend gründlich: Rückstände können sich mit überschüssigem Talg vermischen und die Poren zusätzlich belasten. 
    • Wechseln Sie Kissenbezüge regelmäßig: Auf Textilien können sich Talg, Schweiß und Rückstände von Hautpflegeprodukten sammeln. 
    • Reinigen Sie häufig genutzte Gegenstände: Smartphones oder Brillen kommen regelmäßig mit der Gesichtshaut in Kontakt und sollten deshalb sauber gehalten werden. 

    Bleiben Sie bei einer konsequenten Pflegeroutine: Häufiges Wechseln von Produkten kann die Haut unnötig reizen. Geben Sie Ihrer Haut Zeit, auf neue Pflegeprodukte zu reagieren (vgl. Dréno et al., 2018).

    Fazit: Pickel langfristig in den Griff bekommen 

    Pickel gehören für viele Menschen zum Alltag – unabhängig vom Alter oder Hauttyp. Umso wichtiger ist es, die Haut nicht mit immer neuen Produkten oder vermeintlichen Soforthilfen zu überfordern. Häufig sind Geduld und eine konsequente, auf die individuellen Bedürfnisse der Haut abgestimmte Pflege der nachhaltigere Weg. 

    Beobachten Sie, wie Ihre Haut auf verschiedene Pflegeprodukte reagiert, und geben Sie ihr ausreichend Zeit, sich zu regenerieren. Halten Pickel über längere Zeit an, verschlimmern sie sich oder hinterlassen Narben, kann eine dermatologische Beratung helfen, die passende Behandlung zu finden. 

    HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

    Wiederkehrende Pickel an derselben Hautstelle können darauf hindeuten, dass die Poren dort besonders leicht verstopfen oder die Haut an dieser Stelle häufiger gereizt wird. Auch hormonelle Einflüsse oder ungeeignete Hautpflege können dazu beitragen. Eine konsequente Pflegeroutine mit geeigneten Wirkstoffen kann helfen, neuen Hautunreinheiten vorzubeugen. Bleiben die Pickel über längere Zeit bestehen, empfiehlt sich eine dermatologische Abklärung (vgl. Dréno et al., 2018; Nast et al., 2016). 

    Nein. Pickel selbst sind nicht ansteckend und können nicht von einer Person auf eine andere übertragen werden. Zwar spielen Hautbakterien bei der Entstehung entzündlicher Pickel eine Rolle, diese gehören jedoch zur natürlichen Hautflora. Entscheidend für die Entstehung von Pickeln sind unter anderem verstopfte Poren, eine erhöhte Talgproduktion und Entzündungsprozesse in der Haut (vgl. Nast et al., 2016). 

    Ja. Kleine Pickel können von selbst abheilen. Um den Heilungsprozess nicht zu verzögern, sollten sie möglichst nicht ausgedrückt oder aufgekratzt werden. Bleiben Pickel über längere Zeit bestehen oder treten sie regelmäßig wieder auf, empfiehlt sich eine konsequente Hautpflege oder gegebenenfalls eine dermatologische Abklärung (vgl. Zaenglein et al., 2016). 

    Eine dermatologische Untersuchung ist sinnvoll, wenn Pickel stark entzündet sind, häufig wiederkehren, Narben hinterlassen oder sich trotz konsequenter Hautpflege über mehrere Wochen nicht bessern. Eine frühzeitige Behandlung kann helfen, Entzündungen zu kontrollieren und Folgeschäden der Haut vorzubeugen (vgl. Nast et al., 2016). 

    Ja. Vor allem entzündete oder häufig ausgedrückte Pickel können Pickelmale oder Aknenarben hinterlassen. Das Risiko steigt, wenn die Haut zusätzlich gereizt wird oder Entzündungen tiefere Hautschichten betreffen. Um Folgeschäden vorzubeugen, sollten Pickel möglichst nicht ausgedrückt und frühzeitig mit geeigneten Pflegeprodukten behandelt werden. Bleiben Narben oder wiederkehrende Entzündungen bestehen, kann eine dermatologische Behandlung sinnvoll sein (vgl. Nast et al., 2016).

    Quellen 

    Dréno, B., Bettoli, V., Araviiskaia, E., et al. (2018).[Textumbruch]The influence of exposome on acne. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 32(5), 812–819. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jdv.14820 

    Nast, A., Dréno, B., Bettoli, V., et al. (2016).[Textumbruch]European Evidence-based (S3) Guideline for the Treatment of Acne – Update 2016. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 30(8), 1261–1268. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jdv.13776 

    Tan, J. K., Bhate, K. (2015).[Textumbruch]A global perspective on the epidemiology of acne. British Journal of Dermatology, 172(S1), 3–12. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/bjd.13462 

    Zaenglein, A. L., Pathy, A. L., Schlosser, B. J., et al. (2016).[Textumbruch]Guidelines of Care for the Management of Acne Vulgaris. Journal of the American Academy of Dermatology, 74(5), 945–973.e33. https://www.jaad.org/article/S0190-9622(15)02614-6/fulltext