Pickelmale: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung
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Pickelmale können auch dann noch sichtbar bleiben, wenn ein Pickel längst abgeheilt ist. Die rötlichen oder bräunlichen Hautverfärbungen werden häufig mit Aknenarben verwechselt, unterscheiden sich jedoch deutlich von ihnen. Mit der richtigen Hautpflege und etwas Geduld lassen sich Pickelmale häufig sichtbar mildern.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, was Pickelmale sind, wodurch sie entstehen und welche Maßnahmen dabei helfen können, sie zu reduzieren und neuen Pickelmalen vorzubeugen.
Was sind Pickelmale und wie entstehen sie?
Pickelmale sind rötliche oder bräunliche Hautverfärbungen, die nach dem Abheilen eines Pickels zurückbleiben können. Sie entstehen als Teil des natürlichen Heilungsprozesses der Haut und gehören zu den häufigsten Folgen entzündlicher Hautunreinheiten (vgl. Silpa-Archa et al., 2017; Nast et al., 2016).
Während der Heilung reagiert die Haut mit verschiedenen Reparaturprozessen. Dabei kann es zu einer verstärkten Durchblutung oder zu einer erhöhten Bildung des Hautfarbstoffs Melanin kommen. Je nachdem, welcher Prozess überwiegt, entstehen rötliche oder bräunliche Pickelmale. Fachleute bezeichnen diese Hautverfärbungen als postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH) (vgl. Silpa-Archa et al., 2017; Dréno et al., 2018).
Ob und wie deutlich Pickelmale sichtbar werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben dem natürlichen Heilungsprozess spielen unter anderem die Stärke der Entzündung, äußere Einflüsse und individuelle Hautmerkmale eine Rolle.
Entzündete Pickel
Je stärker ein Pickel entzündet ist, desto größer ist das Risiko, dass nach dem Abheilen sichtbare Pickelmale zurückbleiben. Tiefere Entzündungen können den Heilungsprozess verlängern und die Bildung roter oder brauner Hautverfärbungen begünstigen (vgl. Nast et al., 2016).
Pickel ausdrücken
Wird ein Pickel ausgedrückt oder aufgekratzt, kann das umliegende Gewebe zusätzlich verletzt werden. Dadurch verstärkt sich die Entzündung und die Haut benötigt länger zur Regeneration. Gleichzeitig steigt das Risiko für rote Pickelmale oder dauerhafte Aknenarben (vgl. Zaenglein et al., 2016).
UV-Strahlung
Sonneneinstrahlung kann dazu führen, dass sich insbesondere braune Pickelmale stärker verfärben und länger sichtbar bleiben. Ein täglicher Sonnenschutz hilft deshalb, einer zusätzlichen Pigmentierung vorzubeugen und den natürlichen Regenerationsprozess der Haut zu unterstützen (vgl. Silpa-Archa et al., 2017).
Hauttyp und Hautfarbe
Auch der individuelle Hauttyp beeinflusst, wie lange Pickelmale sichtbar bleiben. Menschen mit dunkleren Hauttypen entwickeln häufiger bräunliche Pigmentveränderungen, während bei helleren Hauttypen rötliche Pickelmale häufiger auftreten können (vgl. Dréno et al., 2018).
Was ist der Unterschied zwischen Pickelmalen und Aknenarben?
Pickelmale und Aknenarben werden häufig verwechselt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um zwei unterschiedliche Folgen entzündlicher Hautunreinheiten. Während Pickelmale vorübergehende Hautverfärbungen sind, entstehen Aknenarben durch eine Schädigung tieferer Hautschichten und bleiben häufig dauerhaft bestehen (vgl. Nast et al., 2016).
Pickelmale | Aknenarben |
| Rötliche oder bräunliche Hautverfärbungen. | Vertiefungen oder Erhebungen der Haut. |
| Die Hautoberfläche bleibt glatt. | Die Hautstruktur ist dauerhaft verändert. |
| Verblassen häufig innerhalb von Wochen bis Monaten. | Verschwinden meist nicht von selbst. |
| Entstehen als Teil des natürlichen Heilungsprozesses. | Entstehen durch tiefere Entzündungen und Gewebeschäden. |
| Können häufig mit geeigneter Hautpflege unterstützt werden. | Erfordern bei ausgeprägten Formen häufig dermatologische Behandlungen wie Lasertherapie oder Microneedling (vgl. Nast et al., 2016). |
Während Pickelmale häufig von selbst verblassen können, bleiben Aknenarben ohne Behandlung meist dauerhaft bestehen. Verändert sich neben der Hautfarbe auch die Hautoberfläche, kann eine dermatologische Abklärung sinnvoll sein.
Was hilft gegen Pickelmale?
Pickelmale verblassen häufig von selbst. Mit der richtigen Hautpflege lässt sich dieser Prozess jedoch unterstützen. Ziel ist es, die Hauterneuerung zu fördern, Entzündungen zu reduzieren und die Haut vor zusätzlichen Pigmentveränderungen zu schützen (vgl. Nast et al., 2016).
Welche Wirkstoffe helfen gegen Pickelmale?
Verschiedene Wirkstoffe können dazu beitragen, Pickelmale sichtbar zu mildern und den Teint gleichmäßiger erscheinen zu lassen.
- Niacinamid: Unterstützt die Hautbarriere und kann helfen, entzündungsbedingte Hautverfärbungen zu reduzieren.
- Fruchtsäuren (AHA)): Unterstützen die natürliche Hauterneuerung.
- Retinoide: Regen die Zellerneuerung an und können dazu beitragen, dass Pickelmale mit der Zeit schneller verblassen (vgl. Nast et al., 2016; Zaenglein et al., 2016).
Welche Wirkstoffkombination geeignet ist, hängt vom Hauttyp und der Empfindlichkeit der Haut ab.
Wann ist eine dermatologische Behandlung sinnvoll?
Pickelmale verblassen häufig von selbst. Bleiben sie jedoch über mehrere Monate bestehen oder verändert sich zusätzlich die Hautstruktur, kann eine dermatologische Behandlung sinnvoll sein. Dies gilt insbesondere dann, wenn statt oberflächlicher Hautverfärbungen bereits Aknenarben entstanden sind (vgl. Nast et al., 2016).
Je nach Hautbild kommen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten infrage:
- Chemische Peelings: Unterstützen die Hauterneuerung und können oberflächliche Pickelmale nach und nach aufhellen.
- Microneedling: Kann die Kollagenbildung anregen und das Hautbild verbessern.
- Laserbehandlungen: Können hartnäckige Pigmentveränderungen oder Rötungen gezielt behandeln (vgl. Nast et al., 2016).
„Viele Betroffene möchten Pickelmale möglichst schnell loswerden. Die Haut benötigt jedoch Zeit, um sich zu regenerieren. Entscheidend ist weniger eine Vielzahl verschiedener Produkte als eine konsequente Pflegeroutine, die die Hauterneuerung unterstützt und neue Entzündungen möglichst verhindert.“
Judith Horzel
Apothekerin und Medical Advisor bei Eau Thermale Avène
Hautpflege bei Pickelmalen
Eine konsequente Hautpflege kann dazu beitragen, die Hauterneuerung zu unterstützen und Pickelmale nach und nach verblassen zu lassen. Entscheidend ist eine Pflegeroutine, die die Haut sanft reinigt, die Zellerneuerung fördert und gleichzeitig die Hautbarriere schützt. Ergänzend empfiehlt sich ein täglicher Sonnenschutz, damit sich bestehende Hautverfärbungen nicht zusätzlich verstärken (vgl. Dréno et al., 2018).
Haut sanft reinigen
Eine gründliche Reinigung entfernt überschüssigen Talg, Schmutz und Make-up-Rückstände, ohne die Haut unnötig zu reizen. So schafft sie eine gute Grundlage für die nachfolgende Pflege.
Das Cleanance Reinigungsgel reinigt fettige und zu Unreinheiten neigende Haut besonders sanft und hilft, überschüssigen Talg zu entfernen. 100 % der Anwender:innen berichteten nach 14 Tagen, dass ihre Haut von Unreinheiten befreit war.*
*Interne, offene monozentrische Anwenderstudie mit 50 Proband:innen (73 % Frauen, 27 % Männer). Anwendung zweimal täglich über 28 Tage. Beurteilung anhand eines Selbstbewertungsfragebogens.
Hauterneuerung gezielt unterstützen
Peelings mit Fruchtsäuren können dazu beitragen, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und die natürliche Hauterneuerung zu fördern. Dadurch wirkt der Teint mit der Zeit gleichmäßiger und Pickelmale können sichtbar gemildert werden (vgl. Nast et al., 2016).
Das Cleanance A.H.A. Peeling-Serum wurde speziell entwickelt, um Unreinheiten, Poren und Pickelmale zu reduzieren. Das Serum verfeinert das Hautbild bereits nach 10 Tagen.*
*Interne Anwenderstudie mit 74 Probanden über 10 Tage.
Hautbarriere stärken
Gerade nach Fruchtsäurepeelings oder medizinischen Aknebehandlungen benötigt die Haut ausreichend Feuchtigkeit und eine intakte Hautbarriere. Eine beruhigende Pflege hilft dabei, Spannungsgefühle zu reduzieren und die Regeneration der Haut zu unterstützen (vgl. Nast et al., 2016).
Die Cleanance HYDRA Beruhigende Feuchtigkeitspflege wurde speziell für durch Aknebehandlungen gereizte und ausgetrocknete Haut entwickelt. In einer Verträglichkeitsstudie wurden Rötungen nach 28 Tagen um 63,9 % reduziert, gleichzeitig verringerte sich Trockenheit um 99 %.*
*Verträglichkeitsstudie unter dermatologischer Aufsicht mit 44 Proband:innen zwischen 13 und 27 Jahren. Anwendung zweimal täglich über 28 Tage bei durch medizinische Aknebehandlungen gereizter und ausgetrockneter Haut.
Wie lange bleiben Pickelmale sichtbar?
Wie lange Pickelmale sichtbar bleiben, lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei vielen Betroffenen verblassen sie innerhalb weniger Wochen oder Monate von selbst. Wie schnell sich die Haut regeneriert, hängt unter anderem vom Hauttyp, der Stärke der ursprünglichen Entzündung und der individuellen Hauterneuerung ab (vgl. Dréno et al., 2018).
Rötliche Pickelmale verschwinden häufig schneller als bräunliche Hautverfärbungen. UV-Strahlung kann insbesondere dunklere Pickelmale zusätzlich verstärken und den Heilungsprozess verlängern.
Wie lassen sich Pickelmale vorbeugen?
Die beste Möglichkeit, Pickelmale zu vermeiden, besteht darin, Entzündungen möglichst früh zu kontrollieren und die Haut während des Heilungsprozesses zu schützen. Nicht jede Hautverfärbung lässt sich verhindern, mit einigen einfachen Maßnahmen kann das Risiko jedoch deutlich reduziert werden (vgl. Nast et al., 2016).
So können Sie Pickelmalen vorbeugen
Entzündete Pickel frühzeitig behandeln und nicht ausdrücken: So lässt sich das Risiko verringern, dass Entzündungen verstärkt werden und nach dem Abheilen sichtbare Pickelmale oder Aknenarben zurückbleiben (vgl. Nast et al., 2016).
Täglich Sonnenschutz verwenden: UV-Strahlung kann insbesondere bräunliche Pickelmale verstärken und ihr Verblassen verzögern.
Der Haut Zeit zur Regeneration geben: Die natürliche Hauterneuerung benötigt Zeit. Häufiges Wechseln von Produkten oder aggressive Behandlungen können die Haut zusätzlich belasten.
Konsequent bei einer Pflegeroutine bleiben: Eine regelmäßige Reinigung und auf den Hauttyp abgestimmte Pflege unterstützen die Haut dabei, sich langfristig zu regenerieren (vgl. Dréno et al., 2018).
Empfohlene Produkte
- HYDRA Beruhigende Feuchtigkeitspflege
Cleanance
HYDRA Beruhigende FeuchtigkeitspflegeNährt - Beruhigt - Unterstützt die Hautbarriere bei der Regeneration - A.H.A. Peeling-Serum
Cleanance
A.H.A. Peeling-SerumReduziert Unreinheiten - Verengt die Poren - Reduziert Pickelmale - Ultra Fluid OIL CONTROL SPF 50
Sonnenpflege - Empfindliche Haut
Ultra Fluid OIL CONTROL SPF 50Schützt vor lichtbedingter Hautalterung - Mattiert - Schützt vor Lichtbedingte Hautalterung
Fazit: Pickelmale langfristig verblassen lassen
Pickelmale können belastend sein, doch sie sind in den meisten Fällen nur vorübergehend. Entscheidend ist, der Haut ausreichend Zeit zur Regeneration zu geben und sie während dieses Prozesses gezielt zu unterstützen. Oft sind nicht möglichst viele Produkte, sondern eine konsequente, auf den Hauttyp abgestimmte Pflegeroutine der Schlüssel zu einem ebenmäßigeren Hautbild.
Beobachten Sie, wie Ihre Haut auf die Pflege reagiert, und bleiben Sie geduldig – die natürliche Hauterneuerung braucht Zeit. Bleiben Pickelmale dennoch über einen längeren Zeitraum bestehen oder verändern sich zusätzlich Struktur und Oberfläche der Haut, kann eine dermatologische Beratung helfen, die passende Behandlung für Ihren Hautzustand zu finden.
Häufig gestellte Fragen
Nicht unbedingt. Da die UV-Belastung in den Wintermonaten meist geringer ist, werden bestehende Pickelmale häufig weniger stark nachpigmentiert. Dadurch kann die natürliche Hauterneuerung ungestörter ablaufen.
Ja. Insbesondere bräunliche Pickelmale können sich durch UV-Strahlung erneut verstärken oder länger sichtbar bleiben. Ein konsequenter Sonnenschutz hilft, zusätzliche Pigmentveränderungen zu vermeiden und die natürliche Regeneration der Haut zu unterstützen (vgl. Silpa-Archa et al., 2017).
Ja. Pickelmale sind keine dauerhaften Hautschäden und verblassen häufig innerhalb von Wochen oder Monaten von selbst. Wie schnell dies geschieht, hängt unter anderem vom Hauttyp, der Hauterneuerung und einer konsequenten Hautpflege ab (vgl. Nast et al., 2016).
Ja. UV-Strahlung kann insbesondere bräunliche Pickelmale verstärken und dazu führen, dass sie länger sichtbar bleiben. Ein täglicher Sonnenschutz kann deshalb helfen, zusätzliche Pigmentveränderungen zu vermeiden und die natürliche Regeneration der Haut zu unterstützen (vgl. Dréno et al., 2018).
Neue Pickelmale entstehen nur dann, wenn erneut entzündete Pickel auftreten. Eine konsequente Hautpflege, die Pickeln vorbeugt, kann deshalb gleichzeitig dazu beitragen, auch das Risiko neuer Pickelmale zu verringern (vgl. Nast et al., 2016).
Quellen
Dréno, B., Bettoli, V., Araviiskaia, E., et al. (2018).
The influence of exposome on acne. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 32(5), 812–819.
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jdv.14820
Nast, A., Dréno, B., Bettoli, V., et al. (2016).
European Evidence-based (S3) Guideline for the Treatment of Acne – Update 2016. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 30(8), 1261–1268.
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jdv.13776
Silpa-Archa, N., Kohli, I., Chaowattanapanit, S., Lim, H. W., & Hamzavi, I. (2017).
Postinflammatory hyperpigmentation: A comprehensive overview: Epidemiology, pathogenesis, clinical presentation, and noninvasive assessment technique. Journal of the American Academy of Dermatology, 77(4), 591–605. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28917451/
Zaenglein, A. L., Pathy, A. L., Schlosser, B. J., et al. (2016).
Guidelines of Care for the Management of Acne Vulgaris. Journal of the American Academy of Dermatology, 74(5), 945–973.e33.
https://www.jaad.org/article/S0190-9622(15)02614-6/fulltext