Ratgeber

Neurodermitis und Juckreiz

Juckende Haut durch Trockenheit und Neurodermitis

Ursachen, Hautpflege und Maßnahmen zur Linderung von Juckreiz am ganzen Körper

„Juckreiz kann für Betroffene zur absoluten Qual werden. Gerade Neurodermitis-Patienten klagen täglich über das unangenehme Empfinden der Haut. Eine juckreizlindernde Creme und vorsorgliche Maßnahmen können den Juckreiz eindämmen.”

DIE MARKE EAU THERMALE AVÈNE

Pruritus (lat. prurire = jucken) oder einfach Juckreiz bezeichnet ein störendes Missempfinden der Haut und wird von vielen Betroffenen als äußerst quälend empfunden. Wenn die Haut juckt, möchten sie am liebsten nichts anderes tun, als so lange zu kratzen, bis dieses unangenehme Gefühl verschwindet. Vor allem in den Abendstunden und in der Nacht, wenn der Körper zur Ruhe kommt, verstärkt sich die Sinneswahrnehmung. Juckt die Haut ständig oder besteht der Juckreiz am ganzen Körper, ist Schlafmangel keine Seltenheit und kann sogar zu psychischen Problemen führen. Während ein Mückenstich kurzzeitigen Juckreiz auslöst und die Ursache völlig klar ist, sollte chronischer Juckreiz von einem Arzt untersucht und behandelt werden
Inhaltsverzeichnis

1. Ursachen von Juckreiz
2. Der Jucken-Kratzen-Kreislauf
3. Was kann das Hautjucken lindern?
4. Hausmittel gegen Juckreiz
5. Wie sollte man seine juckende Haut pflegen?
6. Mein Pflegeritual mit Avène
7. Juckende Haut langfristig unter Kontrolle bringen

Neurodermitis Juckreiz: die Ursachen

Juckt die Haut chronisch, liegt in den meisten Fällen eine tiefergehende Krankheit zugrunde. Üblicherweise bestehen die Beschwerden bei trockener Haut und verschiedenen Grunderkrankungen, so lösen beispielsweise Schuppenflechte, ein Ekzem oder Neurodermitis Juckreiz aus.

1. Trockene Haut als Ursache für Juckreiz 
Besonders ältere Menschen klagen phasenweise über juckende Beine, Hände, Füße und Missempfindungen auch an anderen Hautpartien. Diese fühlen sich meist nicht nur trocken an, sondern gleichzeitig rau und gespannt. Die Ursachen für trockene Haut als Auslöser von Juckreiz sind vielfältig und reichen von äußeren Aspekten wie trockener Heizungsluft und falschen Hygieneprodukten bis hin zu inneren Faktoren wie Problemen mit dem Immunsystem oder gar Nieren- und Leberschäden.

2. Allergie und Nesselsucht als Auslöser von juckender Haut 
Einige Allergien führen zu juckenden und brennenden Hautausschlägen im Gesicht oder im Dekolleté. Oft klagen Betroffene auch über juckende Beine oder Hände. Der Körper reagiert in Form von Juckreiz abwehrend auf Stoffe und Materialien, gegen die eine Überempfindlichkeit vorliegt. Zusätzlich können auch Rötungen, Entzündungen und Bläschen auftreten. Die Nesselsucht reiht sich in dieses Krankheitsbild ein und ist ebenfalls eine überempfindliche Reaktion der Haut. 
3. Wie Schuppenflechte und Neurodermitis Juckreiz verursachen 
Eine Schuppenflechte oder Neurodermitis sind die häufigsten Auslöser für trockene Haut sowie Juckreiz am ganzen Körper oder an bestimmten Partien. Neurodermitis, auch atopische Dermatitis genannt, juckt nicht nur, sondern hinterlässt auch gerötete Haut, die sich schuppig und rau anfühlt. Sie ist genetisch bedingt, wird aber durch bestimmte äußere Einflüsse getriggert. Je nach Stadium kommt es zu Ekzemen auf der Haut und besonders starkem Juckreiz, der durch spezielle Hautpflege behandelt wird. 

4. Juckende Haut als Symptom für ernste innere Krankheiten
Das Symptom Juckreiz ist nicht selten ein Warnzeichen für tiefergehende Krankheiten. Ob Leber, Galle, Darm, Niere oder Bauchspeicheldrüse, juckende Haut kann unter anderem ein Zeichen für innere Krankheiten wie beispielsweise Hepatitis C sein. Selbst Krebserkrankungen und neurologische Erkrankungen wie multiple Sklerose und Parkinson können Auslöser für unangenehm juckende Hautpartien sein. 

Mögliche Ursachen im Überblick
  • Neurodermitis
  • Allergien
  • Schuppenflechte
  • Nesselsucht
  • Erkrankung des Immunsystems
  • Nieren- und Lebererkrankung
  • Diabetes
  • Stoffwechselveränderungen
  • Hormonelle Veränderungen wie Schwangerschaft 

Der Jucken-Kratzen-Kreislauf

Das Schlimmste für die Betroffenen ist der Kreislauf aus Jucken und Kratzen, aus dem es ohne die richtige Hautpflege und Maßnahmen zur Linderung des Juckreizes kaum einen Ausweg gibt. Alles beginnt mit einer gestörten Barrierefunktion der Haut. Reizstoffe und Allergene dringen leichter ein und sorgen für Rötungen und Juckreiz. In Folge dessen kratzen wir uns. Dadurch entstehen kleine Risse in der Haut, die wiederum die Barrierefunktion stören und erneut Reizstoffen und Allergenen den Weg öffnen. Es kommt wieder zum Juckreiz und das Kratzen beginnt von vorne. 
 
Die gestörte Barrierefunktion kann eine bakterielle Superinfektion, vornehmlich durch das Bakterium Staphylococcus aureus, nach sich ziehen. Die Antikörper, die gegen die Antigene des Bakteriums gebildet werden, fördern das Entzündungsgeschehen und führen zu stärkeren Symptomen der Neurodermitis, Juckreiz an erster Stelle. Nur mithilfe von lindernen Cremes, Salben und Lotionen lässt sich dieser Kreislauf stoppen.

Was kann das Hautjucken lindern?

Der erste Schritt gegen juckende Haut ist die Vermeidung von Triggern. Betroffene sollten dafür sorgen, dass es erst gar nicht zu einem Hautjucken kommt. Sind Allergien der Auslöser für einen juckenden Ausschlag, sollten die auslösenden Stoffe vermieden werden. Kratzige Pullover und enge Hosen können ebenfalls für Juckreiz sorgen. Stattdessen sollten Sie auf bequeme und weiche Kleidung setzen, um die Haut zu entlasten. Je nach Ursache des Juckens können auch der Verzicht auf Kaffee und scharfes Essen oder die Vermeidung von heißen Bädern helfen.

Maßnahmen als Vorsorge gegen Juckreiz 
  • Kein Kaffee, heißer Tee oder scharfes Essen
  • Kein Alkohol
  • Luftdurchlässige und bequeme Kleidung tragen
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Keine heißen Bädern oder langes Duschen
  • Raumbefeuchter in der Heizperiode
  • Reduzierung von Ärger und Stress
Unser Tipp: Nicht kratzen!

Der beste Tipp zur Linderung von Juckreiz ist nicht kratzen! Es ist zwar sehr schwierig, doch das Kratzen öffnet Bakterien und Allergenen neue Wege und verstärkt die Entzündung und damit den Juckreiz. Da Betroffene ihre Reflexe im Schlaf nicht kontrollieren können, empfiehlt es sich in der Nacht Baumwollhandschuhe zu tragen, um zu verhindern, dass sie ihre Haut aufkratzen.

Hausmittel gegen Juckreiz

Als SOS-Hausmittel, die besonders schnell Linderung verschaffen, sind kühle und feuchte Umschläge mit Joghurt oder schwarzem Tee ideal. Im Anschluss an die feuchten Wickel sollte eine pflegende Creme verwendet werden. 

Als beliebte Heilpflanze, die positive Effekte auf unsere Haut besitzt, ist auch Aloe Vera ein gut wirkendes Hausmittel bei Juckreiz. Tragen Betroffene gekühltes Aloe Vera Gel auf die juckende Haut auf, spendet es nicht nur Feuchtigkeit, sondern revitalisiert zusätzlich die trockenen Hautstellen. Achtung: Auch wenn Hausmittel gegen Juckreiz helfen können, sollten sie niemals auf offenen Läsionen angewendet werden.
Was zunächst nicht sehr hilfreich klingt, die Haut aber beruhigt, ist ein warmes Bad mit Meersalz. Die Salze enthalten Mineralstoffe, die unmittelbar gegen Juckreiz helfen und unsere Haut unterstützen, ihren Säureschutzmantel neu aufzubauen. Wichtig ist, dass ein Bad mit Meersalz nicht zu heiß eingelassen wird und die Badezeit maximal 15 Minuten in Anspruch nimmt.

Bewährte Hausmittel zur Vorbeugung von Juckreiz sind außerdem Entspannungsübungen durch Yoga oder autogenes Training. Der Abbau von Stress und Anspannung kann von dem Bedürfnis des Kratzens ablenken.

Wie sollte man seine juckende Haut pflegen?

Bei Neurodermitis, Juckreiz und trockener Haut ist es wichtig, es nicht mit der Hygiene zu übertreiben. Stattdessen sollten Sie Ihren Fokus auf ausgewählte Cremes, Lotionen und Salben richten, die bei der Hautpflege unterstützen und den chronischen Juckreiz bekämpfen.
Aloe Vera

Mein Pflegeritual mit Avène

Sie kratzen und für einen Moment hört es auf – doch dann wird es schlimmer. Juckreiz kann den Alltag sehr beeinträchtigen und zu einer Belastung werden. Oft steckt dieselbe Ursache dahinter: eine Haut im Ungleichgewicht. Erleben Sie, wie entspannt Ihre Haut sein kann und atmen Sie auf – mit unserem Pflegeritual gegen Juckreiz.

1. Juckende Haut sanft reinigen

Das XERACALM A.D. RÜCKFETTENDE REINIGUNGSÖL unterstützt den Säureschutzmantel in seiner Funktion und spendet während des Duschens Feuchtigkeit. Schäumen Sie das Öl in den nassen Händen auf, oder geben Sie fünf Pumpstöße des Öls in die Badewanne. Spülen Sie sich nach dem Duschen oder Baden gründlich ab und tupfen Sie die Haut sanft trocken.
 
Tipp: Um den Juckreiz durch das Reinigen nicht zu verstärken, sollte das Wasser eine Temperatur von 32 bis 34 Grad aufweisen.
2. Juckreiz lindern

Nach dem Reinigen gilt es, die Hautbarriere wiederherzustellen und die Haut mit wertvoller Feuchtigkeit zu versorgen. Tragen Sie bei trockener Haut die XERACALM A.D. RÜCKFETTENDE CREME auf, bei sehr trockener Haut den XERACALM A.D. BALSAM. Massieren Sie Ihr Produkt 1- bis 2-mal täglich auf die betroffenen Hautstellen ein. Bei besonders intensivem Juckreiz empfehlen wir das beruhigende XERACALM A.D KONZENTRAT ANTI-JUCKREIZ zur lokalen Anwendung. Es verschafft sofortige Linderung.

3. Haut beruhigen 

Ob als Abschluss Ihres Pflegerituals oder für Zwischendurch: ein Sprühnebel des AVÈNE THERMALWASSERS lindert Rötungen und Spannungsgefühle, beruhigt die Haut und erfrischt.

Tipp: Sie benötigen eine sofortige Juckreizlinderung? Dann sprühen Sie das Thermalwasser direkt auf die betroffene Stelle und fächeln Sie Luft darauf. Die Verdunstungskälte lindert den Juckreiz sofort und das Thermalwasser beruhigt die Haut.

Juckende Haut langfristig unter Kontrolle bringen

Ob Neurodermitis Juckreiz verursacht oder ob eine Allergie oder andere Krankheiten Auslöser sind, spielt an dieser Stelle keine Rolle. Wichtig ist, dass chronischer Juckreiz mit der richtigen Pflege behandelt wird. Erst dadurch verschaffen sich Betroffene Linderung und können ohne dauerhafte Anspannung und Unwohlsein leben.

Häufige Fragen

Was tun bei Juckreiz in der Nacht?

Verursacht Neurodermitis Juckreiz in der Nacht, ist häufig die unter der Decke gestaute Wärme dafür verantwortlich: Hitze kann die Symptome verstärken, außerdem trocknet Schweiß die Haut aus. Mit atmungsaktiver und leichter Bettwäsche lässt sich leicht Abhilfe schaffen. Als SOS-Pflege eignet sich das Anti-Juckreiz Konzentrat von Avène. Baumwollhandschuhe schützen zudem vor unbeabsichtigtem Kratzen im Schlaf.

Neurodermitis: Was hilft gegen Juckreiz?

Die wichtigste Maßnahme gegen Neurodermitis Juckreiz: möglichst nicht kratzen. Denn die Schäden an der Haut verstärken die Missempfindungen und begünstigen Entzündungen, weil Bakterien in die Haut gelangen können.
Als Soforthilfe eignet sich das Anti-Juckreiz Konzentrat von Avène. Zusätzlich stärkt eine hautberuhigende Pflegelinie wie XeraCalm A.D von Avène die Hautbarriere.

Was sind die Gründe für juckende Haut?

Juckreiz ist häufig ein Problem trockener Haut. In Verbindung mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder inneren Erkrankungen sind die Missempfindungen unterschiedlich stark ausgeprägt und können einen chronischen Verlauf haben. Auch das Kratzen gilt als Grund für juckende Haut, da die Hautschädigungen das Symptom noch verstärken. Eine geeignete Pflegelinie, zum Beispiel von Avène, stärkt die Hautschutzbarriere. 

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