Ratgeber

Neurodermitis

Neurodermitis

Erfahren Sie hier alles über die Krankheit, die Behandlung und die richtige Pflege von Neurodermitis und atopischen Ekzemen.

Quälender Juckreiz, Rötungen, überempfindliche Haut … und Schlafmangel. Das sind die Symptome, mit denen sich Neurodermitis-Patienten oft herumschlagen müssen. Wer allerdings die Signale des Körpers deuten lernt und richtig pflegt, kann bald wieder aufatmen.

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Was ist Neurodermitis (atopische Dermatitis)?

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie wachen nachts auf, weil die Haut brennt und juckt, dass es kaum auszuhalten ist. Sie werfen die Decke von sich und versuchen, den Juckreiz zu ignorieren, denn kratzen macht alles nur noch viel schlimmer. Am Ende geben Sie sich geschlagen, stehen auf und gehen ins Bad, um kaltes Wasser über die Haut fließen zu lassen. Endlich lassen die Beschwerden nach, doch die Haut ist alarmierend rot, trocken und wund. Menschen mit Neurodermitis – auch atopischer Dermatitis genannt – kennen solche Situationen sehr gut, denn sie durchleben sie regelmäßig selbst. Manchmal kündigt sich der quälende Juckreiz zuvor an, manchmal kommt er überraschend und überfallartig. Eines ist jedenfalls klar: Neurodermitis beeinflusst das Leben der Betroffenen stark. Oft haben sie das Gefühl, alles drehe sich nur noch um ihre Hautkrankheit.
 

Woher kommt der Name Neurodermitis (atopische Dermatitis)?


Der Begriff „Neurodermitis“ kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus mehreren Wörtern zusammen: „Neuron“ bedeutet so viel wie Nerv, „Derma“ ist die Haut und die Endung des Wortes „-itis“ weißt auf einen entzündlichen Prozess hin. Obwohl der Name für diese Hauterkrankung auch heute gebräuchlich ist, stammt er noch aus einer Zeit, in der man glaubte, dass die Hautveränderungen in Zusammenhang mit entzündeten Nerven stehe. Heute weiß man aber, dass das nicht stimmt und der Ursprung der Krankheit in den Genen liegt.
 

Ist Neurodermitis (atopische Dermatitis) erblich?


Die genauen Auslöser der Hauterkrankung sind bis heute noch nicht vollständig geklärt. Fakt ist allerdings, dass die Veranlagung zu Neurodermitis genetisch vererbt wird. Ein genetischer Enzym-Defekt führt zu einer Stoffwechselstörung, die wiederum einen Mangel an essenziellen Fettsäuren verursacht. Diese sind allerdings unabdingbar für eine normale Funktion der Haut. Ohne diese selbstständig produzierten Fettsäuren kann der Säureschutzmantel der Haut nicht ausreichend gebildet werden. Die Schwächung der Schutzbarriere hat zur Folge, dass hautreizende Substanzen, Viren, Keime und Allergene leichter in die Haut eindringen können und so Entzündungen verursachen. 
 

Wie äußert sich Neurodermitis?


Neurodermitis verläuft meist in Schüben. Das heißt, an manchen Tagen treten so gut wie keine oder nur sehr milde Symptome auf, an anderen Tagen entzündet sich die Haut plötzlich stark und die Symptome nehmen zu. Es kommt selten vor, dass die Symptome dauerhaft auftreten.

Eines der deutlichsten Anzeichen für Neurodermitis sind atopische Ekzeme: Offene, wunde und gerötete Hautstellen, die einen starken Juckreiz verursachen und manchmal auch nässen. Hinzu kommt eine Verhornung bzw. Schuppung der Hautoberfläche, Krustenbildung und unter Umständen auch Blutungen. Besonders häufig tritt Neurodermitis an Hautstellen auf, die besonders dünn und empfindlich sind, wie Kniekehlen, Armbeugen, Achseln, Hals, unter der Brust oder an den Füßen. Oft zeigt sich Neurodermitis auch an den Händen  oder im Gesicht.

Die Ekzeme jucken extrem, vor allem abends und in der Nacht. Daher schlafen betroffene Menschen oft schlecht und sind tagsüber verständlicherweise müde und abgespannt. Natürlich können die Symptome auch tagsüber auftreten und den Alltag der Patienten sehr beeinträchtigen. Der Juckreiz kann meist nicht lang ignoriert werden, aber natürlich kann man auch nicht jederzeit genügend Ruhe und Energie aufbringen, um sich um die empfindsame Haut ausgiebig zu kümmern. An den atopischen Ekzemen zu kratzen verschafft eine kurzfristige Linderung, allerdings werden die Symptome dadurch nur verstärkt. Ein Teufelskreis, der vor allem Kindern schwer zu schaffen macht.
 

Was sind die Neurodermitis-Ursachen?


Oft kommen Neurodermitis-Schübe nicht einfach so, sondern werden durch Einwirkung von außen provoziert. Diese für die normale Haut ungefährlichen Trigger lösen in der neurodermitischen Haut eine Abwehr- bzw. Entzündungsreaktion aus. Wer seine Neurodermitis-Schübe beobachtet und aufmerksam bleibt, erkennt die möglichen Auslöser und kann entsprechend handeln.

Zu den häufigsten Auslösern von neurodermitischen Schüben zählen:
 
  • kratzende, zu warme oder raue Textilien wie Wolle
  • Schweiß
  • extremes Klima und starke Temperaturschwankungen
  • eine falsche Reinigung der Haut, beispielsweise durch die Verwendung von unpassenden, aggressiven Reinigungsmitteln
  • bestimmte Arbeitsumfelder und Berufsbedingungen
  • Typische Allergene wie Hausstaubmilben, Schimmel, Tierhaare, Pollen und Gräser, Nahrungsmittel, etc.
  • Zigarettenrauch
  • Infekte
  • psychische Belastungen wie Aufregung, Stress oder Langeweile
  • hormonelle Faktoren

Jeder Neurodermitis-Patient reagiert anders und kann daher sehr individuell auf solche Trigger reagieren. So kann beispielsweise eine Wolldecke bei einem Patienten einen Schub auslösen, bei dem anderen dagegen nicht.
 

Kann man Neurodermitis (atopische Dermatitis) heilen?


Leider nicht. Wie weiter unten beschrieben gibt es viele sehr gute Möglichkeiten, die Symptome der Krankheit auf ein Minimum zu reduzieren, sodass man gut damit leben kann. Eine vollständige Heilung der Krankheit ist leider bis heute nicht bekannt.

Eine gute Nachricht gibt es allerdings für Kinder mit Neurodermitis: In vielen Fällen stoppt die Krankheit zu Beginn der Pubertät, denn in dieser Zeit richtet sich der Hormonhaushalt neu aus und gleicht den Fettsäuren-Defizit von selbst aus.

 

Wie oft darf man mit Neurodermitis baden?


Das Baden an sich kann generell einen guten Effekt bei Neurodermitis haben, denn das warme Wasser weicht die Ekzeme auf und schwemmt so bakteriell kontaminierte Schuppen aus der Haut. Zudem wird die Haut weich und aufnahmebereit für die Pflege mit rückfettenden Cremes und der Juckreiz legt sich. Allerdings sollte die Wassertemperatur eher lauwarm als heiß sein und der Badezusatz bereits viele rückfettende und feuchtigkeitsspendende Öle enthalten.

 

Wie kann man Neurodermitis behandeln?


Mit der richtigen Pflegeroutine ist Neurodermitis und die atopischen Ekzeme gut behandelbar. Wichtig ist, dass Sie Ihren Krankheitsverlauf und die dazu passenden Maßnahmen mit Ihrem Arzt abstimmen und sich genau daran halten. Denn den größten Behandlungserfolg verspricht eine nahtlose und fürsorgliche Pflege der wunden und empfindsamen Haut. Sehen Sie Ihre Haut nicht als Feind an, sondern als einen Teil Ihres Körpers, der viel Pflege und Aufmerksamkeit benötigt. Umso eher Sie die Krankheit akzeptieren und auf die Signale Ihrer Haut hören, desto eher bekommen Sie Neurodermitis-Schübe in den Griff und könnten mit einer geeigneten Pflege sofort reagieren. Auf diese Weise kann die Krankheit wieder mehr in den Hintergrund treten und Sie wieder aufatmen.
 

XeraCalm A.D von Avène ist die Pflegeserie für atopische und neurodermitische Haut. Alle Produkte wirken reizlindernd und intensiv rückfettend. Der extrem hohe Anteil an Avène Thermalwasser hilft der empfindsamen Haut, zur Ruhe zu kommen.

 

Die Reinigung: XeraCalm A.D Rückfettendes Reinigungsöl


Auch die sehr trockene und atopische Haut sollte gereinigt werden – aber richtig. Das Reinigungsöl für Dusche und Bad wurde speziell für die Bedürfnisse von Neurodermitis-Patienten entwickelt und eignet sich sowohl für Kinder, als auch für Säuglinge und Erwachsene. Das stark rückfettende Öl reinigt besonders sanft und lindert sofort den quälenden Juckreiz der Ekzeme.
 

Die Pflege: XeraCalm A.D Rückfettende Creme


Besonders wichtig bei der Neurodermitis-Behandlung und atopischen Ekzemen sind weichmachende und stark pflegende Cremes, die der Haut das zurückgeben, was ihr fehlt. Die XeraCalm A.D Rückfettende Creme pflegt die trockene bis sehr trockene Haut mit einem innovativen Wirkstoff-Trio:
  • I-modulia® wirkt 3-fach: gegen Juckreiz, Entzündungen und bakterielle Superinfektionen
  • CER-OMEGA regeneriert die Hautbarriere
  • Avène Thermalwasser beruhigt, lindert Hautreizungen und hemmt Entzündungen
 
XeraCalm A.D ist hypoallergen, nicht komedogen, enthält keine Konservierungs-, Duftstoffe und Parabene, ist ohne Silikone und Alkohol und auch für Säuglinge geeignet. 
 

Die Pflege: XeraCalm A.D Rückfettender Balsam


Der XeraCalm A.D Rückfettender Balsam ist besonders nährend und intensiv pflegend. Er eignet sich für die besondere Behandlung extrem trockener Haut und stark ausgebildeten Ekzemen.

 

Fragen & Antworten

Was ist atopische Dermatitis/Neurodermitis?
 
Neurodermitis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die chronisch und zugleich schubweise auftritt. Das Immunsystem ist latent unterfordert und schlägt deshalb falschen Alarm. Die Erkrankung tritt häufig bereits im Säuglingsalter, etwa ab dem dritten Lebensmonat, auf und wächst sich in der Regel bis zum Vorschulalter aus.
Kinder leiden deutlich häufiger unter Neurodermitis als Erwachsene. Vermutlich ist dies auf allgemein gestiegene Hygiene zurückzuführen. So sind beispielsweise Stadtkinder aus sozial bessergestellten Schichten überdurchschnittlich häufig betroffen.
 
Woran erkennt man Neurodermitis?
 
Ein typisches Symptom von Neurodermitis ist die sehr trockene Haut. Die Talgdrüsen in den betroffenen Bereichen arbeiten nur eingeschränkt. Die schützenden Substanzen des Talgs fehlen.
 
Ein weiteres Symptom ist der Juckreiz, der verstärkt nachts auftritt und zu Schlafstörungen führt. Kinder kratzen oft so lange, bis die Haut blutet. Diese Wunden sind eine Eintrittspforte für Allergene und Krankheitserreger, die Sekundärinfektionen auslösen können. Sichtbar werden diese anfänglich als Plaques mit Rötungen und Blasenbildung, später als trockene, gerötete Wunden. Solche Ekzeme finden sich typischerweise in den Gelenkbeugen, in Knie- und Ellbeugen, an Handgelenken, am Hals und am Nacken.
 
Was passiert bei einem Neurodermitis-Schub?
 
Bei Neurodermitis ist die körpereigene Abwehr aus dem Gleichgewicht geraten. Das Immunsystem bewertet einen eigentlich harmlosen Reiz als schädlich. Es schüttet Antikörper aus, die über Rezeptoren zu den Hautzellen gelangen. Diese Hautzellen schütten Lockstoffe aus, um weitere Antikörper an den Entzündungsort zu lotsen.
 
Was ist die geeignete Pflege bei Neurodermitis?
 
Während eines akuten Schubes verschreiben Ärzte in der Regel kortisonhaltige Cremes oder Antibiotika. In dieser Phase sollte keine dermo-kosmetische Pflegecreme verwendet werden, da sie für die stark gereizte Haut schlecht verträglich ist.
Die Neurodermitis-Produkte von Avène können Neurodermitis-Schübe hinauszögern und so die Zahl der Schübe verringern. Geeignet sind reichhaltige Pflegeprodukte und eine rückfettende Hautreinigung, die hochverträgliche und milde Waschsubstanzen enthält.
 
Werden Hautirritationen durch Essen verursacht?
 
In der Regel nicht, aber es kann vorkommen, dass Kinder eine bestimmte Nahrungsmittelallergie bzw. -unverträglichkeit haben, die die Ekzeme verschlimmern kann. Ihr Arzt kann feststellen, ob Ihr Kind an einer Nahrungsmittelallergie leidet und mit den Ergebnissen einen geeigneten Diätplan aufstellen.

Schützt das Stillen mein Baby vor Hautirritationen?
 
Das kann man nicht mit Sicherheit sagen. Generell rät man Müttern, in deren Familie Neurodermitis vorkommt, ein ausschließliches und so langes Stillen wie möglich. Muttermilch gilt als der optimale Schutz vor Krankheiten und Allergien. Sie enthält zusätzlich bestimmte Immunfaktoren, die den Aufbau des kindlichen Immunsystems unterstützen und die Ausreifung der Darmschleimhaut fördern.
Kann ich mein Baby baden, wenn es an Hautirritationen leidet?
 
Selbstverständlich. Ein Bad bietet viele Vorteile: es reinigt, entspannt und bereitet die Haut auf die Pflege vor. Achten Sie jedoch darauf, dass das Bad nicht zu lange dauert und dass das Wasser nicht zu heiß ist (max. 37°C), da Hitze den Juckreiz fördert. Benutzen Sie ausschließlich seifenfreie Produkte. Und natürlich sollten Sie den kostbaren Moment der Entspannung mit Ihrem Kind genießen. 
 
Wie ziehe ich mein Kind an, wenn es unter Hautirritation leidet?
 
Vermeiden Sie Wolle und synthetische Stoffe, da diese die Haut reizen. Wählen Sie stattdessen Kleidung aus Baumwolle oder Seide und stellen Sie sicher, dass Sie nach der Wäsche gut durchgespült ist. Vermeiden Sie Weichspüler.
 
Müssen bestimmte Hygienevorschriften im Haushalt berücksichtigt werden?
 
Vermeiden Sie Staub, Teppichböden, (textile) Tapeten und Wandteppiche. Wählen Sie Bettwäsche aus Baumwolle und achten Sie auf waschbare Vorhänge. Vermeiden Sie Federkissen und Wollmatratzen. Befreien Sie die Bettwäsche regelmäßig von Milben. Verzichten Sie auf aggressive chemische Pflege- und Reinigungsprodukte. Greifen Sie zu hypoallergenen Waschmittel und lassen Sie den Weichspüler weg. Achten Sie auf eine angemessene Raumtemperatur (max. 19°C) und lüften Sie täglich.
 
Wie sieht es mit Hydrotherapie aus?
 
Sie wird oft für zu Atopie neigende Kinder empfohlen. Sie umfasst Behandlungen (baden, duschen, Wasser trinken) mit Thermalwasser, eventuell etwas Sonne und eine regelmäßige ärztliche Kontrolle. Sie ist eine Möglichkeit für Kinder und Eltern, mit atopischer Dermatitis und ihren Behandlungsmöglichkeiten vertrauter zu werden. 
 
Dürfen Haustiere gehalten werden?
 
Tierhaare und Federn können Auslöser für eine Allergie sein. Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Wenn ein Haustier für ein Kind ein Spielkamerad ist, den es liebt und der keine Probleme bereitet, kann es behalten werden. Treten allerdings Niesen oder eine Bindehautentzündung auf, sollte eine allergologische Abklärung erfolgen und gegebenenfalls das Tier abgegeben werden. Wer über die Anschaffung eines Haustiers nachdenkt, sollte sich des Allergierisikos bewusst sein.
 
Sind Ekzeme psychosomatisch?
 
Es kann sein, dass wie bei vielen chronischen Erkrankungen auch die Symptome des Ekzems durch Stress verstärkt werden.
 
Kann mein Kind an Allergien erkranken?
 
Neurodermitis ist eine klinische Ausformung der Atopie (Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen). Aufgrund der genetischen Prädisposition kann Ihr Kind damit auch eine weitere dieser Überempfindlichkeitsreaktionen aufweisen (z.B. Heuschnupfen, Asthma, allergische Bindehautentzündung). Deshalb empfehlen wir, ein allzu allergenes Umfeld zu meiden (Staub, Federn, Fell, etc.).

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