Rosacea-Creme: Welche Pflege eignet sich bei geröteter Haut?

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Rosacea kann die Gesichtshaut besonders empfindlich machen. Rötungen, Brennen oder Spannungsgefühle können den Alltag begleiten und auch die Auswahl geeigneter Pflegeprodukte erschweren.

Mit einer auf den individuellen Hautzustand abgestimmten Pflege lässt sich empfindliche Haut gezielt unterstützen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Wahl der Creme, sondern auch, wie die Haut im Alltag gepflegt und geschützt wird.

Welche Pflege braucht Haut mit Rosacea?

Bei Rosacea empfiehlt sich eine möglichst einfache und schonende Pflegeroutine, die die Hautbarriere unterstützt und zusätzliche Reizungen vermeidet. Dazu gehören eine milde Reinigung, eine gut verträgliche Feuchtigkeitspflege und konsequenter Sonnenschutz (vgl. Goh et al., 2023).

Bei der Auswahl der Pflege empfiehlt die deutsche Rosacea-Leitlinie leichte Hautpflegeprodukte. Irritierende Einflüsse sollten möglichst vermieden werden (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, 2022).

Welche Creme sich eignet, hängt davon ab, wie sich die Rosacea zeigt und welche Bedürfnisse die Haut aktuell hat. Kosmetische Pflege kann die Haut dabei unterstützen, ersetzt bei behandlungsbedürftigen Beschwerden jedoch keine dermatologische Behandlung.

Warum ist die Hautbarriere bei Rosacea beeinträchtigt?

Die äußerste Hautschicht, die sogenannte Hornschicht, bildet eine wichtige Schutzbarriere. Sie hilft dabei, Feuchtigkeit in der Haut zu halten und sie gegenüber äußeren Einflüssen abzuschirmen. Bei Rosacea kann diese Barriere beeinträchtigt sein. Entzündliche Prozesse können die normale Bildung und Funktion der Hornschicht stören (vgl. Addor, 2016).

Dadurch kann die Haut Feuchtigkeit schlechter zurückhalten und empfindlicher auf äußere Reize reagieren. Untersuchungen zeigen bei Rosacea einen erhöhten Wasserverlust über die Haut und einen geringeren Feuchtigkeitsgehalt der Hornschicht als bei gesunder Haut (vgl. Qi et al., 2024). Mögliche Folgen sind:

  • trockene oder schuppige Haut
  • Brennen oder Stechen
  • Juckreiz
  • eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen

Eine gut verträgliche Feuchtigkeitspflege kann hier unterstützen, indem sie den Wassergehalt der Haut erhöht und den transepidermalen Wasserverlust reduziert. So trägt sie dazu bei, die Barrierefunktion der Haut zu unterstützen und unangenehme Hautempfindungen zu lindern (vgl. Addor, 2016).

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„Bei Rosacea gibt es nicht die eine Pflege, die für jede Haut gleichermaßen geeignet ist. Entscheidend ist, wie die Haut auf ein Produkt reagiert und welche Beschwerden gerade im Vordergrund stehen. Eine überschaubare Pflegeroutine erleichtert es zusätzlich, individuelle Unverträglichkeiten zu erkennen.“

Judith Horzel

Judith Horzel

Apothekerin und Medical Advisor bei Eau Thermale Avène

Welche Creme eignet sich bei Rosacea?

Bei Rosacea sind häufig leichte, gut verträgliche Formulierungen sinnvoll. Sehr fettreiche Produkte, die einen dichten Film auf der Haut hinterlassen, können sich dagegen bei manchen Betroffenen unangenehm anfühlen (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, 2022).

Bei der Auswahl können folgende Kriterien Orientierung geben:

  • Gute Verträglichkeit: Achten Sie darauf, wie Ihre Haut auf das Produkt reagiert. Brennen oder verstärken sich die Rötungen nach der Anwendung, passt die Formulierung möglicherweise nicht zu Ihrer Haut.
  • Feuchtigkeit: Feuchtigkeitsspendende Pflege kann den erhöhten Wasserverlust der Rosacea-Haut ausgleichen und ihre Barrierefunktion unterstützen.
  • Passende Textur: Leichte Cremes oder Fluids können insbesondere bei Wärmegefühl angenehm sein.
  • Sonnenschutz: Da UV-Strahlung Rosacea-Beschwerden verstärken kann, gehört ein geeigneter Sonnenschutz zur täglichen Pflege (vgl. Goh et al., 2023).

Eine Rosacea-Creme muss dabei nicht alle Aufgaben gleichzeitig erfüllen. Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz können beispielsweise als separate Produkte verwendet werden.

Wie kann eine Pflegeroutine bei Rosacea aussehen?

Bei Rosacea sind wenige, aufeinander abgestimmte Pflegeschritte oft sinnvoller als eine umfangreiche Routine. Je mehr Produkte gleichzeitig verwendet werden, desto schwieriger kann es außerdem werden, bei einer Hautreaktion den Auslöser zu erkennen. Eine überschaubare Routine aus sanfter Reinigung, abgestimmter Pflege und täglichem Sonnenschutz lässt sich leichter an die individuellen Bedürfnisse der Haut anpassen (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, 2022).

Die Haut sanft reinigen

Empfindliche Rosacea-Haut sollte möglichst sanft gereinigt werden. Sehr heißes oder kaltes Wasser und starkes Reiben können die Haut zusätzlich reizen und Rötungen verstärken. Verwenden Sie daher lauwarmes Wasser und gehen Sie auch beim Reinigen und Abtrocknen behutsam vor: Tupfen Sie die Haut vorsichtig trocken, anstatt sie abzureiben (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, 2022).

Die Antirougeurs CLEAN Beruhigende Reinigungsmilch wurde für die tägliche Gesichtsreinigung und Make-up-Entfernung bei empfindlicher, zu Rötungen neigender Haut entwickelt. Sie kann ohne Abspülen angewendet werden und enthält eine hochverträgliche Reinigungsgrundlage ohne Duftstoffe. Die Reinigungsmilch ist gut hautverträglich und besonders sanft zu empfindlichen Augen.*

Tipp: Bei Hitzegefühl oder unangenehm gereizter Haut kann das Avène Thermalwasser-Spray die Pflege ergänzen. Bereits innerhalb einer Woche kann die Hautempfindlichkeit um 65 % reduziert werden.**

*Verträglichkeitsstudie mit 250 Probanden unter dermatologischer und ophthalmologischer Aufsicht. Ergebnis: Gute Haut- und sehr gute Augenverträglichkeit.

**Dermatologische Anwenderstudie bei 6.368 Personen mit empfindlicher und gereizter Haut nach einem oberflächlichen dermatologischen Eingriff, Anwendung zweimal täglich über 7 Tage. Anwendung des Sprays allein oder in Kombination mit medizinischen Behandlungen und/oder anderen kosmetischen Produkten.

Rötungen und empfindliche Haut pflegen

Nach der Reinigung kann eine abgestimmte Pflege die empfindliche Rosacea-Haut mit Feuchtigkeit versorgen und gezielt auf Beschwerden wie Rötungen oder Wärmegefühl eingehen.

Das Antirougeurs Rosamed Anti-Rötungen Konzentrat ist eine leichte Pflege für empfindliche Haut mit vorübergehenden oder dauerhaften Rötungen, sichtbaren Äderchen und Rosacea. Der enthaltene Aktivstoff Angiopausine™ aus Mariendistel wirkt auf die Gefäßstabilität. Bei zweimal täglicher Anwendung nahm die Intensität der Flushs nach vier Wochen um 48,5 % ab.* Das Konzentrat spendet außerdem bis zu 24 Stunden Feuchtigkeit.

*Interne Anwenderstudie zur Verträglichkeit und Wirksamkeit bei ETR-Rosacea mit 41 Proband:innen, zweimal tägliche Anwendung über 4 Wochen; Selbsteinschätzung der Flush-Intensität und -Häufigkeit.

Die Haut täglich vor der Sonne schützen

Sonnenlicht kann Rosacea-Beschwerden verstärken. Ein gut verträglicher Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor sollte deshalb fester Bestandteil der täglichen Pflege sein (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, 2022).

Das Antirougeurs Rosamed SPF 50+ Anti-Rötungen Konzentrat Protect kombiniert sehr hohen UVA- und UVB-Schutz mit zusätzlichem Schutz vor kurzwelligem Blue Light. Das leichte, nicht fettende Konzentrat wurde für empfindliche und reaktive Haut entwickelt und beruhigt gleichzeitig das mit Rötungen verbundene Hitzegefühl. 

Nach 15 Tagen Anwendung waren Rötungen seltener und das brennende Hautgefühl deutlich reduziert.* 

*Interne Anwenderstudie zur Verträglichkeit und Wirksamkeit bei ETR Rosazea an 36 - 40 Proband:innen (33-65 Jahre), 2 Anwendungen pro Tag auf Gesicht und Hals über 4 Wochen. Messung anhand einer 5-Punkte-Skala, nach 15 Tagen.

Empfohlene Produkte

  • Anti-Rötungen Konzentrat

    Antirougeurs Rosamed

    Anti-Rötungen Konzentrat
    Beruhigt - Spendet Feuchtigkeit - Reduziert Rötungen

  • SPF 50+ Anti-Rötungen Konzentrat Protect

    Antirougeurs Rosamed

    SPF 50+ Anti-Rötungen Konzentrat Protect
    Beruhigt - Schützt - Spendet Feuchtigkeit - Reduziert Rötungen - Schützt vor äußeren Einflüssen

    Was ist der Unterschied zwischen Rosacea-Creme und medizinischer Behandlung?

    Pflegeprodukte können empfindliche Rosacea-Haut beruhigen, Feuchtigkeit spenden und die Hautbarriere unterstützen. Sie behandeln jedoch nicht jede Ausprägung der Erkrankung. Welche Therapie notwendig ist, hängt davon ab, welche Beschwerden auftreten und wie stark sie ausgeprägt sind (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, 2022).

    Bei anhaltenden Rötungen kann eine darauf abgestimmte kosmetische Pflege die Haut unterstützen. Treten dagegen beispielsweise entzündliche Papeln und Pusteln auf, können ärztlich verordnete Medikamente erforderlich sein.

    Eine dermatologische Abklärung ist insbesondere sinnvoll, wenn Beschwerden neu auftreten, deutlich zunehmen oder die bisherige Pflege keine ausreichende Verbesserung bringt.

    Welche Auslöser können Rosacea trotz Pflege verschlimmern?

    Auch eine gut verträgliche Rosacea-Creme kann nicht verhindern, dass die Haut auf individuelle Trigger reagiert. Welche Faktoren Beschwerden auslösen, unterscheidet sich von Person zu Person (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, 2022). Zu den häufig berichteten Auslösern gehören:

    • Sonnenlicht: UV-Strahlung kann Rötungen und Schübe begünstigen.
    • Hitze und Kälte: Hohe oder niedrige Temperaturen können empfindliche Rosacea-Haut belasten.
    • Starke Temperaturwechsel: Der schnelle Wechsel zwischen warmen und kalten Umgebungen kann Beschwerden verstärken.
    • Scharfe Speisen und Alkohol: Beides kann bei manchen Betroffenen Flushs auslösen (vgl. Alinia et al., 2018).
    • Stress: Psychische Belastung zählt ebenfalls zu den häufig berichteten individuellen Triggern.

    Nicht jeder dieser Faktoren muss einen Schub auslösen. Deshalb kann es hilfreich sein, über mehrere Wochen zu notieren, wann Rötungen, Brennen oder andere Beschwerden auftreten und was ihnen vorausgegangen ist. Neben Wetter, Ernährung oder Stress können dabei auch neu verwendete Pflege- und Kosmetikprodukte berücksichtigt werden.

    Zeigen sich wiederholt ähnliche Zusammenhänge, lassen sich persönliche Trigger leichter erkennen. Das bedeutet nicht, sämtliche möglichen Auslöser vorsorglich zu meiden. Sinnvoller ist es, die Faktoren zu kennen, auf die Ihre Haut tatsächlich reagiert, und den Alltag sowie die Pflege entsprechend anzupassen.

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    Fazit: Mit Rosacea die eigene Haut besser kennenlernen

    Eine unkomplizierte Pflege kann dabei helfen, empfindlicher Rosacea-Haut im Alltag die Unterstützung zu geben, die sie braucht. Dabei kommt es nicht auf möglichst viele Produkte oder Pflegeschritte an, sondern auf eine sanfte und konsequente Routine.

    Geben Sie Ihrer Haut Zeit, sich an neue Produkte zu gewöhnen, und bleiben Sie bei Pflegeprodukten, die sich angenehm anfühlen und gut vertragen werden. So wird Hautpflege zu einem verlässlichen Bestandteil im Umgang mit Rosacea, ohne die Haut unnötig zu belasten.

    Häufig gestellte Fragen

    Haben Sie Bedenken oder Fragen? Unsere Experten sind für Sie da.

    Sonnenlicht kann auch im Winter ein Trigger für Rosacea sein. Sonnenschutz kann daher ganzjährig sinnvoll sein, insbesondere wenn das Gesicht längere Zeit der Sonne ausgesetzt ist. Auch weitere Schutzmaßnahmen wie eine Kopfbedeckung können die tägliche Pflege ergänzen (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, 2022).

    Mechanische Peelings können empfindliche Rosacea-Haut zusätzlich reizen und sollten vermieden werden. Auch bei Säurepeelings oder anderen peelenden Wirkstoffen ist Vorsicht sinnvoll. Ob ein bestimmtes Produkt geeignet ist, hängt vom individuellen Hautzustand und der Formulierung ab (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, 2022).

    Kosmetische Behandlungen können die begleitende Hautpflege unterstützen, ersetzen jedoch keine dermatologische Diagnose oder Therapie. Anwendungen sollten auf die empfindliche Rosacea-Haut abgestimmt sein und möglichst ohne starke mechanische Reize auskommen.

    Ja, auch bei Rosacea kann Make-up verwendet werden, sofern die Haut es gut verträgt. Tragen Sie es möglichst sanft auf und entfernen Sie es am Abend ohne starkes Reiben. Grünliche Korrekturprodukte können Rötungen zusätzlich optisch ausgleichen.

    Ja. Bei einer sogenannten okulären Rosacea können die Augen unter anderem trocken, gerötet oder gereizt sein. Auch Brennen, ein Fremdkörpergefühl oder Beschwerden an den Augenlidern können auftreten. Bei entsprechenden Symptomen sollten Sie diese ärztlich abklären lassen.

    Quellen

    Addor, F. A. S. (2016). Skin barrier in rosacea. Anais Brasileiros de Dermatologia, 91(1), 59–63.
    https://doi.org/10.1590/abd1806-4841.20163541

    Alinia, H., Moradi Tuchayi, S., Patel, N. U. et al. (2018). Rosacea Triggers: Alcohol and Smoking. Dermatologic Clinics, 36(2), 123–126.
    https://doi.org/10.1016/j.det.2017.11.007

    Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) (2022). S2k-Leitlinie Rosazea. AWMF-Registernummer 013-065.
    https://register.awmf.org/assets/guidelines/013-065l_S2k_Rosazea_2022-02.pdf

    Goh, C.-L., Wu, Y., Welsh, B. et al. (2023). Expert consensus on holistic skin care routine: Focus on acne, rosacea, atopic dermatitis, and sensitive skin syndrome. Journal of Cosmetic Dermatology, 22(1), 45–54.
    https://doi.org/10.1111/jocd.15519

    Qi, F., Wang, Y., Li, M. et al. (2024). Analysis of the correlation between skin barrier function and age in rosacea patients in Qinghai region. Journal of Cosmetic Dermatology.                                                                                    https://doi.org/10.1111/jocd.16041