Whiteheads: Weiße Mitesser erkennen und richtig behandeln

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Whiteheads sind eine häufige Form von Hautunreinheiten und können Menschen jeden Alters betreffen. Obwohl sie meist harmlos sind, empfinden viele Betroffene die kleinen weißen Erhebungen im Gesicht als störend und möchten sie möglichst schnell loswerden. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was Whiteheads sind, wodurch sie entstehen und wie Sie weiße Mitesser gezielt behandeln und ihnen vorbeugen können. 

Was sind Whiteheads? 

Whiteheads, auch weiße Mitesser oder geschlossene Komedonen genannt, entstehen, wenn sich Talg, abgestorbene Hautzellen und andere Rückstände in einer verschlossenen Pore ansammeln. Sie zählen zu den nicht entzündlichen Formen von Hautunreinheiten und können sich im weiteren Verlauf zu entzündeten Pickeln entwickeln (vgl. Zaenglein et al., 2016; Dréno et al., 2018).

Die Infografik zeigt in drei Schritten, wie sich aus einer gesunden Hautpore über eine verstopfte Pore mit Talgansammlung eine entzündete Aknepustel entwickelt.
Whiteheads, auch als geschlossene Komedonen bekannt, entstehen durch die Ansammlung von Talg und abgestorbenen Hautzellen in einer durch eine dünne Hautschicht verschlossenen Pore, wodurch kleine, nicht entzündliche weiße Erhebungen auf der Hautoberfläche sichtbar werden.

Woran erkennt man Whiteheads? 

Whiteheads zeigen sich als kleine, weiße oder hautfarbene Erhebungen auf der Haut. Im Gegensatz zu entzündeten Pickeln verursachen sie meist keine Schmerzen oder Rötungen und bleiben zunächst unter einer dünnen Hautschicht verborgen. Dadurch fühlen sie sich häufig leicht erhaben oder rau an (vgl. Dréno et al., 2018). 

Typische Merkmale von Whiteheads 

Zu den häufigsten Merkmalen von Whiteheads beziehungsweise geschlossenen Komedonen gehören: 

  • kleine weiße oder hautfarbene Erhebungen 
  • geschlossene Poren ohne sichtbare Öffnung 
  • meist keine Schmerzen oder Entzündungszeichen 
  • glatte oder leicht raue Hautoberfläche 
  • können sich bei Entzündungen zu Pickeln entwickeln (vgl. Zaenglein et al., 2016) 

Wo entstehen Whiteheads besonders häufig? 

Whiteheads im Gesicht treten bevorzugt in Hautbereichen mit vielen Talgdrüsen auf. Besonders häufig betroffen sind: 

  • Stirn 
  • Nase 
  • Kinn 
  • Wangen 

Auch an Brust, Schultern oder Rücken können geschlossene Komedonen entstehen, insbesondere bei fettiger oder zu Akne neigender Haut (vgl. Dréno et al., 2018).

Wie entstehen Whiteheads? 

Whiteheads entstehen, wenn sich eine Pore durch überschüssigen Talg, abgestorbene Hautzellen und weitere Rückstände verschließt. Da die Porenöffnung geschlossen bleibt, kann der Inhalt nicht an die Hautoberfläche gelangen. Es bildet sich ein geschlossener Komedo, der als kleiner weißer oder hautfarbener Knötchen sichtbar wird (vgl. Zaenglein et al., 2016). 

Die Bildung von geschlossenen Komedonen wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Häufig wirken mehrere Ursachen gleichzeitig zusammen (vgl. Dréno et al., 2018). 

Übermäßige Talgproduktion 

Produziert die Haut mehr Talg, als über die Poren abfließen kann, steigt das Risiko für verstopfte Poren. Zusammen mit abgestorbenen Hautzellen können sich Whiteheads bilden (vgl. Zaenglein et al., 2016). 

Hormonelle Veränderungen 

Hormonschwankungen während der Pubertät, des Menstruationszyklus, einer Schwangerschaft oder nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel können die Talgproduktion erhöhen und damit die Entstehung von weißen Mitessern begünstigen (vgl. Tan et al., 2018). 

Ungeeignete Hautpflege und Kosmetik 

Reichhaltige oder komedogene Pflegeprodukte können die Poren zusätzlich belasten. Empfehlenswert sind deshalb nicht komedogene Produkte, die auf den Hauttyp abgestimmt sind und die Poren nicht unnötig verstopfen (vgl. Dréno et al., 2018). 

Stress und genetische Veranlagung 

Auch Stress und genetische Faktoren können die Entstehung von Whiteheads begünstigen. Während Stress hormonelle Prozesse beeinflussen kann, bestimmt die genetische Veranlagung unter anderem, wie viel Talg die Haut produziert und wie anfällig sie für verstopfte Poren ist (vgl. Dréno et al., 2018). 

Vor einem neutralen Hintergrund ist eine Frau in einem Top und hochgebundenen Haaren zu sehen, sie berührt mit der Hand ihre Wange voller Pickelmale.
Whiteheads entstehen durch den Verschluss von Poren aufgrund von Talgüberschuss und abgestorbenen Hautzellen.

Was ist der Unterschied zwischen Blackheads und Whiteheads? 

Sowohl Whiteheads als auch Blackheads gehören zu den Mitessern (Komedonen). Beide entstehen, wenn sich Talg und abgestorbene Hautzellen in einer Pore ansammeln. Der entscheidende Unterschied liegt darin, ob die Porenöffnung geschlossen oder offen bleibt (vgl. Zaenglein et al., 2016). 

 

Whiteheads (geschlossene Komedonen) 

Blackheads (offene Komedonen) 

Die Porenöffnung bleibt geschlossen. Die Porenöffnung bleibt offen. 
Erscheinen weiß oder hautfarben. Erscheinen dunkel oder schwarz. 
Der Talg kommt nicht mit Sauerstoff in Kontakt. Der Talg oxidiert an der Luft und verfärbt sich dunkel. 
Können sich leichter zu entzündeten Pickeln entwickeln. Bleiben häufiger nicht entzündlich. 
Sollten nicht ausgedrückt werden. Auch offene Mitesser sollten möglichst nicht selbst entfernt werden (vgl. Zaenglein et al., 2016). 

Whiteheads entfernen: Was hilft wirklich? 

Whiteheads lassen sich meist nicht von heute auf morgen entfernen. Entscheidend ist eine Behandlung, die verstopften Poren entgegenwirkt und neuen Komedonen vorbeugt. 

Geschlossene Komedonen entfernen – selbst oder professionell? 

Whiteheads wirken oft harmlos, können jedoch der Ausgangspunkt weiterer Hautunreinheiten sein. Anstatt zu kurzfristigen Lösungen zu greifen, ist ein langfristiger Ansatz entscheidend: Eine konsequente, auf Ihren Hauttyp abgestimmte Pflegeroutine ist wesentlich effektiver als manuelle Eingriffe. 

Wichtig: Versuchen Sie nicht, geschlossene Komedonen selbst auszudrücken. Da die Porenöffnung bei Whiteheads verschlossen bleibt, besteht die Gefahr, dass der Inhalt beim Versuch des Ausdrückens tiefer ins Gewebe gepresst wird. Dies reizt die Haut massiv und begünstigt schmerzhafte Entzündungen (vgl. Zaenglein et al., 2016). Bei hartnäckigen oder wiederkehrenden Whiteheads ist daher eine professionelle Ausreinigung oder eine dermatologische Beratung der sicherere Weg, um Ihr Hautbild nachhaltig zu klären. 

Welche Wirkstoffe helfen gegen Whiteheads? 

Je nach Hautzustand können unterschiedliche Wirkstoffe sinnvoll sein: 

  • Salicylsäure (BHA): Löst überschüssigen Talg und abgestorbene Hautzellen in den Poren und kann geschlossene Komedonen reduzieren (vgl. Zaenglein et al., 2016). 
  • Retinoide: Unterstützen die Zellerneuerung und beugen der Entstehung neuer Komedonen vor (vgl. Nast et al., 2016). 
  • Niacinamid: Kann die Hautbarriere stärken und Rötungen reduzieren (vgl. Dréno et al., 2018). 
  • Fruchtsäuren (AHA): Fördern die Abschuppung der oberen Hautschichten und können zu einem ebenmäßigeren Hautbild beitragen (vgl. Zaenglein et al., 2016). 

Welche Wirkstoffkombination geeignet ist, hängt vom Hautzustand und der Empfindlichkeit der Haut ab. 

Helfen Hausmittel gegen Whiteheads? 

Viele Hausmittel wie Zahnpasta, Zitronensaft oder Natron werden zur Behandlung von weißen Mitessern empfohlen. Für ihre Wirksamkeit gibt es jedoch keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege. Einige dieser Hausmittel können die Haut sogar reizen und die Hautbarriere schädigen. 

Besser geeignet sind auf den Hauttyp abgestimmte Pflegeprodukte mit gut untersuchten Wirkstoffen sowie eine konsequente Pflegeroutine. Bleiben Whiteheads trotz regelmäßiger Pflege bestehen oder entzünden sie sich wiederholt, kann eine dermatologische Behandlung sinnvoll sein (vgl. Zaenglein et al., 2016). 

„Whiteheads wirken oft harmlos, können jedoch der Ausgangspunkt weiterer Hautunreinheiten sein. Entscheidend ist deshalb nicht, einzelne Mitesser möglichst schnell zu entfernen, sondern der Entstehung neuer Komedonen langfristig vorzubeugen. Eine konsequente, auf den Hauttyp abgestimmte Pflegeroutine ist dabei meist wirksamer als kurzfristige Einzelmaßnahmen.“

Judith Horzel

Judith Horzel

Apothekerin und Medical Advisor bei Eau Thermale Avène

Hautpflege bei Whiteheads 

Eine konsequente Hautpflege hilft Whiteheads zu reduzieren und der Entstehung neuer geschlossener Komedonen vorzubeugen. Entscheidend ist eine Pflegeroutine, die die Haut gründlich reinigt, abgestorbene Hautzellen entfernt und die Poren klärt, ohne die Hautbarriere unnötig zu belasten (vgl. Zaenglein et al., 2016). 

Poren täglich reinigen 

Eine gründliche Reinigung entfernt überschüssigen Talg, Schmutz und Make-up-Rückstände, die sich auf der Hautoberfläche ansammeln. Besonders bei zu Whiteheads neigender Haut empfiehlt sich eine sanfte Reinigung morgens und abends, ohne die Haut unnötig auszutrocknen. 

Das Cleanance Reinigungsgel reinigt fettige und zu Unreinheiten neigende Haut besonders sanft und hilft, überschüssigen Talg zu entfernen. 100 % der Anwender*Innen berichteten nach 14 Tagen, dass ihre Haut von Unreinheiten befreit war.*  

*Interne, offene monozentrische Anwenderstudie mit 50 Proband:innen (73 % Frauen, 27 % Männer). Anwendung zweimal täglich über 28 Tage. Beurteilung anhand eines Selbstbewertungsfragebogens. 

Ein Bild von einer türkisfarbenen Pumpflasche mit weißer Pumpe, in roter Schrift steht Avène darunter in weißer, kleinerer Schrift Cleanance Reinigungsgel, fettige, unreine Haut, Mischhaut, Gesicht und Körper. Klärt- Mattiert. Neben der Flasche sind rote Symbole mit Beschriftungen wie: Klärt, mattiert, reinigt, hohe Verträglichkeit.
Avène Cleanance Reinigungsgel bietet sanfte Pflege für die tägliche Anwendung bei unreiner oder zu Akne neigender, empfindlicher Haut.  

Die Haut gezielt klären 

Spezialpflegeprodukte können dabei helfen Whiteheads, geschlossene Komedonen und andere Hautunreinheiten gezielt zu reduzieren. Besonders sinnvoll sind Produkte, die der Entstehung neuer Mikrokomedonen vorbeugen und verstopften Poren entgegenwirken. 

Das Cleanance Comedomed+ Intensiv Anti-Unreinheiten Konzentrat bekämpft Pickel, Mitesser und Pickelmale an der Wurzel und beugt der Entstehung neuer Mikrokomedonen vor. In einer klinischen Anwenderstudie wurden nach 15 Tagen 54 % weniger Mitesser beobachtet.*  

*Interne Anwenderstudie zur klinischen Wirksamkeit mit 41 Proband:innen, zwei Anwendungen täglich auf das Gesicht über zwei Monate. Beurteilung nach 6, 15, 29 und 57 Tagen. 

Tipp: Eine klärende Maske kann die Pflegeroutine ein- bis zweimal pro Woche sinnvoll ergänzen. Die Cleanance Detox-Maske reduziert überschüssigen Talg und sorgt bereits nach 5 Minuten Einwirkzeit für sichtbare Ergebnisse.*  

*Interne Anwenderstudie mit 130 Proband:innen zwischen 18 und 65 Jahren. 

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    Fazit: Whiteheads langfristig in den Griff bekommen 

    Whiteheads lassen sich häufig nicht über Nacht beseitigen, mit einer konsequenten und auf den Hauttyp abgestimmten Pflegeroutine jedoch meist deutlich verbessern. Entscheidend ist, verstopften Poren frühzeitig entgegenzuwirken und die Haut nicht durch aggressives Ausdrücken oder ungeeignete Pflege zusätzlich zu reizen. 

    Beobachten Sie Ihre Haut aufmerksam und geben Sie Pflegeprodukten ausreichend Zeit, ihre Wirkung zu entfalten. Bleiben Whiteheads oder andere Hautunreinheiten trotz regelmäßiger Pflege bestehen oder verschlimmern sie sich, kann eine dermatologische Beratung helfen, die passende Behandlung für Ihre Haut zu finden. 

    Häufig gestellte Fragen

    Ja, einzelne Whiteheads können sich von selbst zurückbilden. Bleiben die Poren jedoch dauerhaft verstopft, entstehen häufig neue geschlossene Komedonen. Eine regelmäßige Hautpflege kann dazu beitragen, verstopften Poren vorzubeugen und das Hautbild langfristig zu verbessern (vgl. Zaenglein et al., 2016).

    Nein. Da Whiteheads unter einer geschlossenen Hautschicht liegen, lassen sie sich meist nicht vollständig ausdrücken. Dabei können Haut und Poren verletzt werden, wodurch Entzündungen oder Pickelmale entstehen können. Empfehlenswert ist stattdessen eine konsequente Hautpflege oder – bei hartnäckigen Hautunreinheiten – eine professionelle Ausreinigung (vgl. Zaenglein et al., 2016).

    Nein. Whiteheads sind geschlossene Mitesser und zunächst nicht entzündlich. Erst wenn sich die verstopfte Pore entzündet, kann daraus ein Pickel entstehen. Deshalb gelten Whiteheads häufig als Vorstufe entzündlicher Hautunreinheiten (vgl. Zaenglein et al., 2016). 

    Ja. Whiteheads sind zunächst nicht entzündliche, geschlossene Mitesser. Bleibt die Pore jedoch verstopft oder vermehren sich Bakterien im Inneren der Pore, kann sich der Whitehead entzünden und zu einem Pickel oder einer Pustel entwickeln. Eine frühzeitige und konsequente Hautpflege kann dazu beitragen, dieser Entwicklung vorzubeugen (vgl. Zaenglein et al., 2016; Dréno et al., 2018). 

    Bleiben Whiteheads trotz regelmäßiger Hautpflege über längere Zeit bestehen, entzünden sie sich häufig oder treten zusätzlich schmerzhafte Pickel oder Knoten auf, kann eine dermatologische Untersuchung sinnvoll sein. So lässt sich klären, ob eine Akne vorliegt und welche Behandlung für den individuellen Hautzustand geeignet ist (vgl. Nast et al., 2016).

    Quellen

    Dréno, B., Bettoli, V., Araviiskaia, E., et al. (2018).[Textumbruch]The influence of exposome on acne. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 32(5), 812–819. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jdv.14820 

    Nast, A., Dréno, B., Bettoli, V., et al. (2016).[Textumbruch]European Evidence-based (S3) Guideline for the Treatment of Acne – Update 2016. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 30(8), 1261–1268. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jdv.13776 

    Tan, J. K., Bhate, K. (2015).[Textumbruch]A global perspective on the epidemiology of acne. British Journal of Dermatology, 172(S1), 3–12.[ https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/bjd.13462 

    Zaenglein, A. L., Pathy, A. L., Schlosser, B. J., et al. (2016).[Textumbruch]Guidelines of Care for the Management of Acne Vulgaris. Journal of the American Academy of Dermatology, 74(5), 945–973.e33. https://www.jaad.org/article/S0190-9622(15)02614-6/fulltext