Ratgeber

Sonnenallergie

Sonnenallergie und Mallorca-Akne

So vermeiden Sie lichtbedingte Hautreaktionen und lindern den Juckreiz

“Wer Sonnenallergie und Mallorca-Akne vorbeugen möchte, sollte sich bereits schrittweise an die Sonne im Frühling gewöhnen. Zudem sollte man die direkte Sonneneinstrahlung meiden und einen Sonnenschutz mit hohem UVA-Filter verwenden.”

DIE MARKE EAU THERMALE AVÈNE

Wenn Ihre Haut einen längeren Aufenthalt in der Sonne mit juckendem Ausschlag und Bläschen an freiliegenden Körperpartien quittiert, reagieren Sie wie 10 bis 20 Prozent der Mitteleuropäer überempfindlich auf UV-Strahlen. Umgangssprachlich als Sonnenallergie bekannt, nennt sich das Phänomen in der Fachsprache polymorphe Lichtdermatose. Polymorph bedeutet vielgestaltig – entsprechend zeichnen sich die Symptome durch mannigfache Erscheinungsformen aus. Ähnliche Hautveränderungen verursacht die sogenannte Mallorca-Akne (Akne aestivalis). Hier lesen Sie, wie Sie beide Varianten unterscheiden, den unangenehmen Hautreaktionen vorbeugen und wie sich Juckreiz und Rötungen lindern lassen.
Inhaltsverzeichnis

1. Wie unterscheiden sich Sonnenallergie und Mallorca-Akne?
2. Sonnenallergie: Kinder können auch betroffen sein
3. So beugen Sie Hautreaktionen auf UV-Strahlung vor
4. Propyhlaxe in der Arztpraxis
5. Welche Hausmittel lindern den Juckreiz bei Sonnenallergie?
6. Kann man Sonnenallergie mit Medikamenten behandeln?
7. Wann sollte man bei einer polymorphen Lichtdermatose zum Arzt?
8. Fazit: Die beste Behandlung von Sonnenallergie ist die Vorbeugung

Wie unterscheiden sich Sonnenallergie und Mallorca-Akne?

Wenn UV-Strahlung auf die Haut trifft, setzt ein Schutzmechanismus ein: Um die tieferen Hautschichten vor DNA-Schäden zu bewahren, produziert sie Bräunungspigmente, sogenanntes Melanin. Bei Menschen mit Sonnenallergie ist diese Schutzreaktion der Haut gestört. Als Ursache für die typischen Hautirritationen werden vor allem UVA-Strahlen, die in den Zellen freie Radikale bilden, verantwortlich gemacht. Eine polymorphe Lichtdermatose zeichnet sich durch folgende Anzeichen aus, die im Gesicht, am Hals, auf dem Dekolleté, an den Armen, an den Schultern oder Oberschenkeln auftreten können:

Welche Symptome hat die polymorphe Lichtdermatose?
Zu den Symptomen zählen
 
  • Juckreiz und Brennen,
  • Rötliche Flecken und Schwellungen,
  • Quaddeln, Pusteln, gefüllte Bläschen,
  • In schweren Fällen Blasenbildung.

Welche Symptome zeigt die  Mallorca-Akne?
Sie gilt als Sonderform der polymorphen Lichtdermatose. Als Auslöser zählen bei dieser zusätzlich zur UV-Strahlung Fette und Emulgatoren in Kosmetika und Pflegeprodukten. Sie zeigt sich in stecknadelgroßen Knötchen, die den typischen entzündlichen Hautveränderungen bei Akne ähneln.


Gut zu wissen: Seltener treten sogenannte phototoxische Reaktionen auf, bei denen schon eine leichte UV-Bestrahlung sonnenbrandähnliche Hautreaktionen hervorruft. Diese können durch Parfums, pflanzliche Substanzen und Medikamente entstehen. Davon zu unterscheiden ist die noch seltenere photoallergische Reaktion auf bestimmte Substanzen, die das Immunsystem bei UVA-Belastung mit Ekzemen beantwortet.

Sonnenallergie: Kinder können auch betroffen sein

Von der Sonnenallergie sind in Deutschland vor allem Frauen betroffen. Die Mallorca-Akne ereilt häufig Akne-Betroffene mit fettiger Haut. Grundsätzlich ist die Überreaktion auf Sonnenstrahlen in jedem Alter möglich.
Bei Kindern hat sich die Schutzfunktion der Haut noch nicht vollständig ausgebildet. Sie ist daher besonders empfindlich und reagiert bei mangelndem UV-Schutz häufiger mit einer polymorphen Lichtdermatose oder einem Sonnenbrand.

So beugen Sie Hautreaktionen auf UV-Strahlung vor

1. Beta-Carotin zuführen:
Wenn Sie vier bis fünf Wochen vor der Sonnenallergie-Saison (März bis Juni) täglich das Pro-Vitamin Beta-Carotin in einer Dosierung von 25 bis 50 Milligramm einnehmen, lagert sich der radikalfangende Farbstoff in die Haut ein. Er wehrt einen Teil der UV-Strahlung ab und schützt die Zellen mit antioxidativen Eigenschaften.  

Vorsicht bei Zigaretten- und Alkoholkonsum:
Nicht jeder sollte zu Beta-Carotin in Form von Nahrungsergänzungsmitteln greifen. So steigert das Provitamin in höheren Dosen bei Rauchern das Krebsrisiko und kann bei Menschen, die häufig Alkohol trinken, zellschädigend wirken. 

2. Schrittweise Gewöhnung:
Geben Sie Ihrer Haut Zeit, sich an die UV-Strahlung zu gewöhnen. Setzen Sie sich daher nur wohldosiert der Sonne aus, bevorzugen Sie schattige Plätze und meiden Sie von 11 bis 15 Uhr die intensive Mittagssonne. Dicht gewebte dunkle Kleidung hält Sonnenstrahlen am besten ab. Damit die Sonnenallergie das Gesicht verschont, empfiehlt sich außerdem ein breitkrempiger Sonnenhut.

3. UV-Schutz verwenden:
Tragen Sie täglich geeigneten Sonnenschutz auf, um dem juckenden Hautausschlag und anderen negativen Sonnenfolgen vorzubeugen. Wir empfehlen bei allen Symptomen rund um Lichtempfindlichkeit ein leichtes UV-Schutzprodukt mit geringem Lipidgehalt und möglichst hohem UVB- und UVA-Schutz: Das Sonnenfluid SPF 50+.

Hinweis: Chemische Filter bieten einen hohen Schutz und sind sehr zuverlässig. Bei Sonnenallergie können Cremes, die in die Haut eindringen, jedoch zu Ausschlag führen. 
Bei Mallorca-Akne sollten der UV-Schutz und die After-Sun-Pflege zusätzlich folgende Eigenschaften mitbringen:
  • fettfreie Textur
  • frei von Emulgatoren

Tipp: Auch wenn die Toleranz der Haut sich in den Sommermonaten durch Gewöhnung steigert, sollten Sie auf Sonnenbäder verzichten – ein Teil der schädlichen UV-Strahlen dringt trotz hohem Lichtschutzfaktor von 50+ in die tieferen Hautschichten vor und kann das Hautkrebsrisiko steigern. Für eine frische Gesichtsfarbe können Sie einfach zu einem getönten UV-Schutzprodukt greifen.

Propyhlaxe in der Arztpraxis

Wenn Sie stark betroffen sind, kann Ihr Arzt in den Wintermonaten eine Lichtgewöhnung durch eine Phototherapie vornehmen. Bei dieser Ganzkörperbestrahlung wird die Haut kontrolliert einer möglichst geringen UV-Belastung ausgesetzt.
Bei außerordentlich lichtempfindlichen Patienten lässt sich die Behandlung durch ein Medikament zu einer Photochemotherapie erweitern.

Welche Hausmittel lindern den Juckreiz bei Sonnenallergie?

Sobald Sie Anzeichen einer Sonnenallergie feststellen, sollten Sie bis zum Abklingen der Beschwerden die Sonne konsequent meiden und lockere, lange Kleidung aus atmungsaktiver und hautfreundlicher Baumwolle tragen.
Oft führen schon Hausmittel wie kühle Umschläge mit Joghurt oder Quark zu einer spürbaren Linderung des Ausschlags. Auch eine kalte Dusche oder kalte feuchte Baumwolltücher verschaffen Erleichterung.

Kann man Sonnenallergie mit Medikamenten behandeln?

Wer bei ausgeprägten Irritationen die Hautregeneration mit Medikamenten unterstützen möchte, kann ergänzend zu rezeptfreien Medikamenten gegen Sonnenallergie greifen.
Antihistaminika und Hydrocortison können in schwereren Fällen dazu beitragen, den Juckreiz zu mindern.

Wann sollte man bei einer polymorphen Lichtdermatose zum Arzt?

Betrifft eine Sonnenallergie Kinder oder treten Übelkeit und Kreislaufprobleme im Zusammenhang mit einem Aufenthalt in der Sonne auf, ist eine ärztliche Abklärung grundsätzlich zu empfehlen. Beobachten Sie bei sich oder Ihrer Familie
in Folge (leichter) UV-Belastung einen Sonnenbrand oder Ekzeme, kann eine phototoxische oder eine photoallergische Reaktion vorliegen, die Sie ebenfalls einem Arzt vorstellen sollten.

Fazit: Die beste Behandlung von Sonnenallergie ist die Vorbeugung

Die schrittweise Gewöhnung an die Sonne im Frühling, das Meiden direkter Sonneneinstrahlung und ein Sonnenschutz mit hohem UVA-Filter sind die beste Vorbeugung gegen Sonnenallergie und Mallorca-Akne.
Zu letzterer neigen vor allem junge Frauen mit fettiger Haut – im Artikel Akne und Sonne erfahren Sie, welcher Sonnenschutz sich bei dieser Hauterkrankung besonders empfiehlt.
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