Blue Light Filter: Schutz vor blauem Licht für die Haut

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Blaues Licht begegnet uns täglich, sowohl im Freien als auch durch künstliche Lichtquellen. Doch was bedeutet das eigentlich für unsere Haut und welchen Unterschied macht ein Blue Light Filter? 

Erfahren Sie, was hinter HEV Blue Light steckt, wie blaues Licht auf die Haut wirken kann und welche Möglichkeiten es gibt, die Haut davor zu schützen. 

Was ist Blue Light? 

Blue Light, auch blaues Licht genannt, ist ein Teil des sichtbaren Lichts und umfasst ungefähr den Wellenlängenbereich von 400 bis 500 Nanometern. Der kurzwellige, energiereiche Bereich wird auch als HEV Blue Light (High Energy Visible Light) bezeichnet (vgl. Suitthimeathegorn et al., 2022).  

Die wichtigste natürliche Quelle für blaues Licht ist die Sonne. Blaues Licht ist nicht grundsätzlich schädlich, sondern als Bestandteil des natürlichen Tageslichts auch an biologischen Prozessen wie der Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt.  

Auch LED-Lampen sowie Bildschirme von Smartphones, Tablets und Computern geben blaues Licht ab. Die Intensität künstlicher Lichtquellen ist im Vergleich zum Sonnenlicht jedoch deutlich geringer (vgl. Ceresnie et al., 2023). 

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“Beim Thema Blue Light ist die Lichtquelle entscheidend. Für die Haut ist vor allem das HEV Blue Light der Sonne relevant. Die Belastung durch Smartphones, Tablets oder Computer ist im normalen Alltag deutlich geringer und nicht mit der täglichen Sonnenexposition vergleichbar.“

Judith Horzel

Judith Horzel

Apothekerin und Medical Advisor bei Eau Thermale Avène

Welche Wirkung hat blaues Licht auf die Haut? 

Die Wirkung von blauem Licht hängt unter anderem von Wellenlänge, Intensität und Dauer der Einwirkung ab. Studien zeigen, dass sichtbares blaues Licht in der Haut die Bildung reaktiver Sauerstoffverbindungen fördern kann. Dadurch entsteht oxidativer Stress, der verschiedene Prozesse in den Hautzellen beeinflussen kann (vgl. Suitthimeathegorn et al., 2022).  

Besonders gut untersucht ist der Zusammenhang mit der Pigmentierung der Haut. Sichtbares Licht kann die Melaninbildung anregen und dadurch eine länger anhaltende Pigmentierung verursachen. Dieser Effekt wurde insbesondere bei dunkleren Hauttypen beobachtet (vgl. Duteil et al., 2014).

Was ist der Unterschied zwischen UV-Strahlung und HEV Blue Light? 

UV-Strahlung und HEV Blue Light sind beide Bestandteile des Sonnenlichts, unterscheiden sich jedoch in ihrer Wellenlänge und ihren Auswirkungen auf die Haut. UVA- und UVB-Strahlen sind für das menschliche Auge nicht sichtbar, HEV Blue Light gehört dagegen zum sichtbaren Lichtspektrum (vgl. Ezekwe et al., 2022). 

Auch innerhalb der UV-Strahlung gibt es Unterschiede: UVB-Strahlen wirken vor allem in den oberen Hautschichten und sind wesentlich an der Entstehung von Sonnenbrand beteiligt. Die längerwelligen UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und tragen unter anderem zur lichtbedingten Hautalterung bei. HEV Blue Light schließt sich im Lichtspektrum an die UVA-Strahlung an und kann ebenfalls in tiefere Hautschichten gelangen. 

Strahlung 

Wellenlänge 

Sichtbar? 

Bedeutung für die Haut 

UVB ca. 280–315 nm Nein vor allem Sonnenbrand und direkte DNA-Schäden 
UVA ca. 315–400 nm Nein unter anderem lichtbedingte Hautalterung und Pigmentierung 
HEV Blue Light ca. 400–500 nm Ja kann oxidativen Stress und Pigmentierung fördern 

Diese Unterschiede sind auch für die Wahl des Sonnenschutzes relevant. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt in erster Linie Auskunft über den Schutz vor UVB-Strahlung. Ein Sonnenschutz kann zusätzlich UVA-Schutz und, bei entsprechender Formulierung, Schutz vor kurzwelligem HEV Blue Light bieten. Deshalb bedeutet ein hoher LSF allein nicht automatisch, dass ein Produkt auch vor sichtbarem blauem Licht schützt. 

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UV-Strahlung und HEV-Blaulicht unterscheiden sich in Wellenlänge sowie Hautwirkung, weshalb für einen umfassenden Schutz neben dem klassischen Lichtschutzfaktor oft eine spezielle Formulierung erforderlich ist.

Was ist ein Blue Light Filter? 

Ein Blue Light Filter erweitert das Schutzspektrum einer Sonnencreme um einen Teil des sichtbaren blauen Lichts. Dafür kommen spezielle Filtersysteme zum Einsatz, die verhindern sollen, dass ein Teil dieser Strahlung in die Haut eindringt. 

Bei Avène übernimmt diese Funktion der patentierte Filterkomplex TriAsorB™. Er kombiniert den Schutz vor UVB- und UVA-Strahlen mit zusätzlichem Schutz vor kurzwelligem Blue Light. Dadurch kann er auch Hautalterung und Hyperpigmentierung infolge von kurzwelligem Blue Light vorbeugen. 

Für wen kann ein Blue Light Filter besonders sinnvoll sein? 

Ein Blue Light Filter kann den täglichen UV-Schutz ergänzen, wenn die Haut regelmäßig intensivem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Besonders relevant kann der zusätzliche Schutz bei bestehender Hyperpigmentierung oder einer Neigung zu Pigmentflecken sein, da sichtbares Licht die Pigmentierung beeinflussen kann (vgl. Duteil et al., 2014). 

Das gilt beispielsweise für Haut, bei der nach Sonneneinwirkung oder entzündlichen Hautveränderungen dunkle Flecken zurückbleiben. Auch wer viel Zeit im Freien verbringt, kann bei der Wahl des Sonnenschutzes darauf achten, dass neben UVB- und UVA-Strahlung zusätzlich kurzwelliges HEV Blue Light berücksichtigt wird.

Wie schützt man die Haut vor HEV Blue Light? 

Da die Sonne die wichtigste Quelle für HEV Blue Light ist, beginnt der Schutz vor blauem Licht vor allem beim täglichen Sonnenschutz. Achten Sie auf ein Produkt, das neben UVB- und UVA-Strahlung ausdrücklich auch kurzwelliges sichtbares Licht berücksichtigt.  

Auch weitere Maßnahmen reduzieren die Belastung durch Sonnenlicht: 

  • Direkte intensive Sonne meiden: Halten Sie sich insbesondere bei hoher Strahlungsintensität möglichst im Schatten auf. 
  • Schützende Kleidung tragen: Kopfbedeckung, Kleidung und Sonnenbrille ergänzen den Sonnenschutz. 
  • Sonnenschutz ausreichend auftragen: Eine zu geringe Produktmenge reduziert die Schutzwirkung. 
  • Regelmäßig nachcremen: Erneuern Sie den Sonnenschutz insbesondere nach Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen. 
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Der Schutz vor HEV-Blaulicht stützt sich primär auf die Verwendung eines täglichen Sonnenschutzes mit entsprechendem Spektrum sowie auf ergänzende Maßnahmen wie das Meiden direkter Sonne, das Tragen schützender Kleidung und das regelmäßige Nachcremen.

Welche Sonnencreme mit Blue Light Filter passt zu meiner Haut? 

Bei der Wahl einer Sonnencreme mit Blue Light Filter spielt neben dem Schutzspektrum auch der eigene Hauttyp eine wichtige Rolle. Trockene Haut kann beispielsweise von einer feuchtigkeitsspendenden Textur profitieren, während bei fettiger oder zu Glanz neigender Haut leichte, mattierende Formulierungen angenehmer sein können. Auch persönliche Vorlieben wie ein transparentes oder getöntes Finish können die Auswahl beeinflussen. 

Die folgenden Avène-Sonnenschutzprodukte enthalten den patentierten Filterkomplex mit TriAsorB™ und bieten neben UVB- und UVA-Schutz zusätzlichen Schutz vor Hautalterung und Hyperpigmentierung infolge von kurzwelligem Blue Light. 

  • Trockene und empfindliche Haut: Die Sonnencreme SPF 50+ ist auf die Bedürfnisse trockener, empfindlicher Gesichtshaut abgestimmt. Durch die Anwendung werden sonnenbedingte Zellschäden um 95 % reduziert.* Die samtige Textur versorgt trockene Haut zudem bis zu acht Stunden mit Feuchtigkeit.** 
  • Normale bis empfindliche Haut: Das Ultra Fluid INVISIBLE SPF 50 bietet eine besonders leichte, wasserähnliche Textur. Es zieht schnell ein, klebt nicht und hinterlässt ein transparentes Finish, das sich auch als Make-up-Grundlage eignet. 96 % bestätigen das transparente Finish und 93 % die ultraleichte Textur.*** 
  • Fettige und zu Glanz neigende Haut: Das Ultra Fluid OIL CONTROL SPF 50 enthält den talgregulierenden Aktivstoff Monolaurin, der überschüssige Talgproduktion reduziert. Direkt nach der Anwendung wird der Hautglanz um 46 % reduziert, der mattierende Effekt hält bis zu 14 Stunden an.**** 
  • Für einen ebenmäßigen Teint: Das Ultra Fluid PERFECTOR SPF 50+ kombiniert Sonnenschutz mit einer universellen Farbnuance für alle Fototypen. Nach 14 Tagen wirkt die Haut bei 93 % verfeinert und bei 96 % glatter.***** 

*In-vitro-Test an rekonstruierter Haut, die HEV Blue Light ausgesetzt wurde – Quantifizierung der DNA-Oxidation. **Biometrologische kinetische IH-Studie, Einzelanwendung, 22 Testpersonen. ***Verbrauchertest, 68 Testpersonen 100 % Frauen, 18-65 Jahre, Ergebnisse an Tag 14. ****Mattierender Effekt gemessen bei 22 Testpersonen nach einmaliger Anwendung. *****Verbrauchertest - 69 Proband:innen - 100 % Frauen - Ergebnisse bei D14 Ultra Fluid PERFECTOR SPF 50+ bietet einen hohen täglichen Schutz vor UVB- und UVA-Strahlen, und bietet einen zusätzlichen Schutz vor Hautalterung und Hyperpigmentierung infolge kurzwelligen Blue Light. 

Ist blaues Licht gut gegen Pickel? 

Blaues Licht ist nicht grundsätzlich schädlich für die Haut. Blaues LED-Licht wird in kontrollierter Form auch zur Behandlung von Akne untersucht und eingesetzt. Dabei werden gezielt bestimmte Wellenlängen verwendet, die sich von einer alltäglichen, unkontrollierten Lichtexposition unterscheiden. 

Ein möglicher Ansatzpunkt sind Cutibacterium acnes-Bakterien, die an der Entstehung entzündlicher Akne beteiligt sind. Bestimmte Wellenlängen des blauen Lichts können von Stoffwechselprodukten dieser Bakterien aufgenommen werden und dadurch Prozesse auslösen, die ihre Anzahl reduzieren können. Die Studienlage zur Wirksamkeit von Blaulichttherapie bei Akne ist allerdings nicht einheitlich; sie sollte daher nicht mit der allgemeinen Wirkung von HEV Blue Light aus Sonnenlicht gleichgesetzt werden (vgl. Scott et al., 2019). 

Wichtig: Ein Blue Light Filter in Sonnencreme und eine gezielte Blaulichttherapie verfolgen unterschiedliche Ziele. Der Filter soll die Haut vor einem Teil des sichtbaren Sonnenlichts schützen. Eine medizinisch eingesetzte Lichttherapie arbeitet dagegen gezielt mit definierten Wellenlängen und Dosierungen.

Fazit: Blue Light im Alltag richtig einordnen 

Beim Sonnenschutz gibt es keine Formulierung, die für jede Haut gleichermaßen passt. Neben einem geeigneten Schutzspektrum spielen auch Hauttyp, Textur und persönliche Vorlieben eine Rolle. Denn ein Sonnenschutz kann seine Aufgabe im Alltag nur erfüllen, wenn er ausreichend und regelmäßig verwendet wird. 

Ein Blue Light Filter kann dabei ein zusätzlicher Baustein moderner Sonnenpflege sein. Entscheidend ist letztlich, einen Sonnenschutz zu finden, der sich angenehm in die tägliche Pflegeroutine integrieren lässt und zuverlässig angewendet wird. 

Häufig gestellte Fragen

Ja. Eine Sonnencreme mit Blue Light Filter kann als letzter Schritt der morgendlichen Hautpflege aufgetragen werden. Serum oder Feuchtigkeitspflege können Sie davor verwenden. Wichtig ist, den Sonnenschutz anschließend in ausreichender Menge aufzutragen und bei längerer Sonnenexposition regelmäßig zu erneuern.

Achten Sie in der Produktbeschreibung darauf, ob neben dem Schutz vor UVA- und UVB-Strahlung ausdrücklich auch Schutz vor HEV Blue Light oder kurzwelligem Blue Light angegeben wird.

Getönte Sonnenschutzprodukte können zusätzlichen Schutz vor sichtbarem Licht bieten, wenn sie entsprechende Pigmente wie Eisenoxide enthalten. Ob eine konkrete Sonnencreme vor HEV Blue Light schützt, hängt jedoch von ihrer jeweiligen Formulierung ab. 

Ja. Sichtbares Licht und damit auch Blue Light kann Fensterglas durchdringen. Wer sich längere Zeit unmittelbar an einem sonnigen Fenster aufhält, kann daher auch in Innenräumen natürlichem sichtbarem Licht ausgesetzt sein. 

Das hängt vor allem davon ab, wie stark die Haut dem Tageslicht ausgesetzt ist. Wer sich viel im Freien aufhält oder zu lichtbedingten Pigmentierungen neigt, kann einen Sonnenschutz mit erweitertem Schutzspektrum in die tägliche Routine integrieren. Entscheidend ist dabei weniger eine einzelne Anwendung als ein konsequenter, zur persönlichen Sonnenexposition passender Sonnenschutz. 

Quellen 

Ceresnie, M. S. et al. (2023). The cutaneous effects of blue light from electronic devices: a systematic review with health hazard identification. Photochemical & Photobiological Sciences, 22, 457–464. https://doi.org/10.1007/s43630-022-00318-9 

Duteil, L. et al. (2014). Differences in visible light-induced pigmentation according to wavelengths: a clinical and histological study in comparison with UVB exposure. Pigment Cell & Melanoma Research, 27(5), 822–826.https://doi.org/10.1111/pcmr.12273 

Ezekwe, N. et al. (2022). Visible Light and the Skin. Photochemistry and Photobiology, 98(5). https://doi.org/10.1111/php.13634 

Scott, A. M. et al. (2019). Blue-Light Therapy for Acne Vulgaris: A Systematic Review and Meta-Analysis. Annals of Family Medicine, 17(6), 545–553. https://doi.org/10.1370/afm.2445 

Suitthimeathegorn, O., Yang, C., Ma, Y. & Liu, W. (2022). Direct and Indirect Effects of Blue Light Exposure on Skin: A Review of Published Literature. Skin Pharmacology and Physiology, 35(6), 305–318.https://doi.org/10.1159/000526720