Rissige Hände

richtig pflegen

"Haben Sie rissige Hände, mangelt es der Haut an Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit. Ihre Schutzbarriere ist gestört, denn nur intakte Haut kann Keime und Einflüsse von außen effektiv abwehren. Pflege stärkt und stabilisiert die Haut an den Händen langfristig."

DIE MARKEEAU THERMALE AVÈNE

Mit unseren Händen stehen wir pausenlos in Kontakt mit der Welt. Sie sind unsere wichtigsten Werkzeuge, im Beruf und zu Hause. Rissige Hände fühlen sich nicht nur unangenehm an, sie schränken auch ein: Die Haut spannt bei alltäglichen Handgriffen, offene Stellen können schmerzen. Schälen Sie beispielsweise eine Orange und der säurehaltige Saft trifft auf aufgesprungene Stellen, bleiben selbst feine Risse nicht unbemerkt.

Aufgerissene Hände können Betroffene auch psychisch belasten: Rötungen, schuppige Stellen und Entzündungen lassen sich an dieser Körperpartie kaum verbergen. Wie Sie Ihre Hände wieder geschmeidig pflegen und wann Sie Ihre Haut einem Dermatologen vorstellen sollten, erfahren Sie hier.

Wie entsteht rissige Haut an den Händen?

Die Haut an den Händen ist gleich mit mehreren Herausforderungen konfrontiert: Sie ist dünner als an anderen Körperstellen und mit weniger fettproduzierenden Talgdrüsen ausgestattet. Gleichzeitig wirken jeden Tag äußere Einflüsse, vielfältige Stoffe und mechanische Belastungen auf sie ein. Trocknet die Haut aus, ist sie weniger elastisch. Da unsere Hände ständig in Bewegung sind, kann die Haut hier besonders schnell einreißen.

Häufige Ursachen für rissige Hände:

  • Trockene Luft (Heizungsluft trocknet die Haut aus)
  • Kalte Jahreszeit (die Haut wird schlechter durchblutet)
  • Mechanische Reize (Garten- und Hausarbeit, berufliche Tätigkeiten)
  • Genetisch gestörte Hautbarriere (wenn eine Neigung zu allergischen Reaktionen besteht)

Gut zu wissen: Mit fortschreitendem Alter nimmt die Hauttrockenheit auf natürliche Weise zu. Bei Frauen trägt außerdem der sinkende Östrogenspiegel dazu bei, dass die Haut weniger Feuchtigkeit speichern kann.

Wie gefährlich sind rissige Hände?

Unsere Haut ist dicht besiedelt: Das fein ausbalancierte Mikrobiom gesunder Haut produziert Eiweiße, die sich gegen feindliche Keime richten. Bei trockener Haut ist diese Schutzbarriere gestört. Bilden sich Risse, stellen die Verletzungen überdies ein Einfallstor für unerwünschte Bakterien und Pilze dar, seltener auch für Viren. Infektionen sind als Begleiterscheinung rissiger Hände daher nicht selten – und bergen in selteneren Fällen die Gefahr einer Sepsis, also einer Blutvergiftung.

Gut zu wissen: Nicht nur bei trockener, auch bei erkrankter Haut ist das Mikrobiom häufig verändert. Daher können aufgerissene Hände und entzündete Stellen auch auf Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte hindeuten. Wenden Sie sich daher bei Hautveränderungen stets an einen Dermatologen – vor allem, wenn Schwellungen und Rötungen auftreten.

Welche Erkrankungen können rissige Hände begünstigen?

Ist die Haut an den Händen nicht intakt, können Entzündungen und Allergien die Folge sein. Das Risiko steigt bei Menschen, die beruflich häufig mit bestimmten Substanzen in Kontakt kommen oder zusätzlich häufig nasse Hände haben. Betroffen sind zum Beispiel Menschen, die im Gastronomie-, Friseur- oder Kosmetikgewerbe tätig sind. Auch Hobbys wie Gärtnern oder Töpfern fördern kaputte Hände und Erkrankungen wie die folgenden:

Nagelbettentzündung

Haben Sie trockene oder rissige Hände, sollten Sie bei der Nagelpflege besonders schonend vorgehen und penibel auf Hygiene achten. Denn durch feine Risse an Nagelfalz oder -wall können Keime eindringen und eine Nagelbettentzündung verursachen. Erste Anzeichen sind gerötete Schwellungen und Schmerzen. Antiseptische Bäder können leichte Hautveränderungen oft schon eindämmen – verschlimmert sich die Entzündung, ist ärztlicher Rat gefragt.

Wundrose

Dringen bestimmte Bakterien durch rissige Hände in die Haut ein, kommt es um die Eintrittsstelle herum zu einer Entzündung. Optisch erinnert die Hautveränderung an eine Rosenblüte. Umgangssprachlich nennt sich die Erkrankung daher Wundrose, Erysipel ist der Fachbegriff. Die Erkrankung ist in der Regel mit Antibiotika gut behandelbar.

Handekzem

Reagiert das Immunsystem über, können entzündliche Hautveränderungen in Form von Ekzemen die Folge sein. Betroffen sind häufig Menschen, deren Hautbarriere genetisch bedingt gestört ist und die zu Allergien neigen. Um die Entzündung schnell einzudämmen, müssen Ekzeme häufig ärztlich mit Kortisonsalben behandelt werden.

Was kann man gegen rissige Hände tun?

Wenn Sie zu aufgerissenen Händen neigen, sollten Sie Ihre Haut konsequent pflegen und vorbeugende Maßnahmen treffen, um die Hautbarriere zu stärken. Kaputte Hände benötigen intensivere Pflege. In akuten Phasen sollten Sie Ihre Hände schonen, unnötigen Wasserkontakt vermeiden und Risse gezielt behandeln.

Vorbeugen: Aufgesprungene Hände vermeiden

1) Verwenden Sie bei der Hausarbeit und Gartenarbeit Handschuhe. Schwitzen Sie schnell, saugt ein dünner Baumwollhandschuh als Zwischenschicht den Schweiß auf. In den Wintermonaten sollten Sie Ihre Haut ebenfalls mit Baumwollmodellen vor Kälte schützen und auf Wollhandschuhe verzichten.

2) Cremen Sie Ihre Hände nach jedem Kontakt mit Wasser ein. Trocknen Sie Ihre Hände gründlich, aber sanft mit einem weichen Handtuch ab. Restfeuchte lässt die Haut aufquellen und macht sie anfälliger, außerdem vermehren sich Mikroorganismen auf feuchter Haut schneller.3) Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Trinken Sie genug Wasser, um die Feuchtigkeitsversorgung trockener Haut auch von innen zu unterstützen. Meiden Sie hingegen Alkohol, der dehydrierend wirkt. Eine vollwertige Ernährung mit frischen und möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln stärkt die Hautbarriere: Besonders die Versorgung mit Nährstoffen wie Vitaminen kann sich positiv auf die Abwehrfunktion der Haut auswirken.

Tipp: Lassen Sie Ihren Vitamin-E, Vitamin-D- und Eisenspiegel regelmäßig durch einen Bluttest checken – diese Nährstoffe sind besonders bedeutsam für die Stabilität Ihrer Haut. Einen Mangel können Sie gezielt mit bestimmten Nahrungsmitteln ausgleichen. Ein nachgewiesener Eisen- oder Vitamin-D-Mangel lässt sich nach ärztlicher Absprache effektiv mit Präparaten aus der Apotheke ausgleichen


Reinigen: Rissige Hände schonend säubern
Waschen Sie Ihre Hände so schonend wie möglich: mit rückfettender und pH-neutraler Seife. Desinfizieren Sie sie zwischendurch mit Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis – das befreit von Bakterien und Viren schonender als die Handwäsche mit Wasser. Cremen Sie Ihre Hände anschließend großzügig ein.
 

Pflegen: Trockene Hände geschmeidig cremen

Welche Creme für rissige Hände? Für trockene Haut an den Händen eignet sich eine feuchtigkeitsspendende Pflege ohne Zusätze wie Konservierungs- und Duftstoffe. Die reichhaltige Cold Cream Creme von Avène pflegt und nährt trockene und empfindliche Haut. Kaputte Hände profitieren von einem regenerierenden Produkt wie der rückfettende Cicalfate+ Aktivpflegecreme von Eau Thermale Avène. Der erste aktive postbiotische Aktivstoff aus Avène Thermalwasser [C+-Restore]™ unterstützt die Regeneration der Haut. Die Creme eignet sich für trockene Hände – und auch als Kälteschutz. Weißes Bienenwachs bewahrt vor dem Austrocknen. Kupfer und Zinksulfat entfalten antibakterielle Eigenschaften.

Tipp für intensive Pflege über Nacht: Tragen Sie vor dem Schlafengehen Ihre Pflegecreme großzügig auf und ziehen Sie Baumwollhandschuhe darüber. In der Nacht startet die Haut ohnehin ihr körpereigenes Reparaturprogramm und nimmt die pflegenden Inhaltsstoffe effektiv auf.

Schützen und behandeln: Wie gehe ich mit rissigen Hautstellen um?

Damit die Risse in der Haut heilen können und der Hautzustand sich verbessert, sollten die offenen Stellen vor Kontakt mit Wasser und Keimen abgeschirmt werden. Flüssigpflaster für die Finger sind flexibel und haften gut – außerdem kann das feuchte Milieu die Wundheilung fördern.

Fazit: Rissige Hände regenerieren, wenn Sie die Haut schonen, pflegen und schützen

Trockene Haut begünstigt rissige Hände – erst recht, wenn äußere Einflüsse wie niedrige Temperaturen und häufiger Wasserkontakt die natürliche Barriere weiter strapazieren. Eine angepasste Handhygiene und eine bewusste Ernährung tragen dazu bei, dass die Haut weniger anfällig ist.

Mit einer regenerierenden Pflege, die vor Kälte und Feuchtigkeit schützt, können sich kaputte Hände erholen. Feine Risse lassen sich mit einem Flüssigpflaster abdecken. Bei entzündlichen Hautveränderungen holen Sie am besten ärztlichen Rat ein.

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