12/05/2020 -

Hautnah getestet

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Hautnah getestet | Eau Thermale Avène

Fotos: mfk publishing




Hautkrebs ist leider immer noch eine von vielen Menschen unterschätzte Krankheit. Dabei ist aktuell nahezu jeder dritte deutsche Über-60- und jeder sechste Über-40-Jährige betroffen. Doch auch jüngere Menschen erkranken immer häufiger. Aus diesem Grund ist Prävention so wichtig: Dazu gehört beispielsweise auch ein regelmäßiges Hautscreening beim Dermatologen. Wie so eine Untersuchung abläuft, hat unsere Redakteurin hautnah für Sie getestet und dabei einige hilfreiche Tipps mit auf den Weg bekommen.
 


Wenn es um das Thema Hautkrebsvorsorge geht, bin ich leider kein gutes Vorbild – mein letztes und einziges Hautscreening beim Dermatologen liegt nämlich genau 17 Jahre zurück. Dabei ist es ungemein wichtig, sich regelmäßig durchchecken zu lassen – sicher ist sicher. Denn in Deutschland wird jedes Jahr bei rund 244 000 Menschen eine Form von Hautkrebs diagnostiziert. Das sind doppelt so viele Neuerkrankungen wie noch vor zehn Jahren und macht Hautkrebstumoren zu den häufigsten bösartigen Tumoren bei hellhäutigen Menschen. Also, nichts wie hin zum Hautscreening, denke ich mir und vereinbare einen Termin bei Frau Dr. Jagoda Galecka-Schnell in der Praxis Schröder & Kollegen in Berlin-Zehlendorf.



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Hautnah getestet | Eau Thermale Avène



Mein Besuch startet mit einem ungezwungenen Anamnese-Gespräch

Die sympathische Ärztin fragt zunächst nach Vorbelastungen in Form von Hautkrebs in meiner Familie und danach, ob bei mir bereits einmal ein Leberfleck auffällig war. Ein weiterer wichtiger Punkt, den sie abklärt: ob ich als Kind viele Sonnenbrände hatte. „Neben der genetischen Veranlagung gehört eine erhöhte Sonnenexposition sowie ein zu geringer Sonnenschutz und Sonnenbrände im Kindesalter zu den Hauptauslösern für Hautkrebs“, erklärt mir Frau Dr. Galecka-Schnell. Gerade Letztere sind nämlich besonders gefährlich: Ein Sonnenbrand erhöht bei Kindern den Risikofaktor, an Hautkrebs zu erkranken, um zwei bis drei auf einer Skala von zehn. Extrem gefährdet sind Kleinkinder im Alter von unter einem Jahr, da der Eigenschutz der Haut noch nicht vollständig ausgeprägt ist. Ein weiterer Punkt, den die Dermatologin bei einem solchen Gespräch abfragt: Hält man sich, eventuell sogar berufsbedingt, viel im Freien auf, wo man das ganze Jahr über intensiv der schädlichen UV-Strahlung aus-gesetzt ist? „Die Gruppe der sogenannten Outdoorworker, also Gärtner oder Bauarbeiter sind aufgrund ihres Berufs natürlich weitaus stärker gefährdet, eine Form von Hautkrebs zu entwickeln, als jemand, der im Büro arbeitet. Aus diesem Grund werden einige Formen von Hautkrebs bei diesen Menschen auch von den Krankenkassen als Berufskrankheit anerkannt“, erfahre ich. „Aber auch die Freizeit-Exposition, zum Beispiel beim Segeln, wo das Licht vom Wasser reflektiert wird, darf nicht unterschätzt werden“, ergänzt sie.
 


Untersuchung vom Scheitel bis zur Sohle

Nachdem Frau Dr. Galecka-Schnell nun die wichtigsten Hintergrundinformationen eingeholt hat, geht es mit der Untersuchung weiter: Hierzu muss ich mich bis auf die Unterhose entkleiden. Anschließend beginnt sie behutsam meinen ganzen Körper von oben nach unten nach Leberflecken abzusuchen und sich diese gegebenenfalls genauer mit einer Lupe anzuschauen. Sie startet dabei mit der Kopfhaut und empfiehlt mir, auch den Friseur von Zeit zu Zeit zu bitten, sich dieses Areal genauer anzusehen. Denn die Kopfhaut gehört nun wirklich nicht zu den Stellen, die man regelmäßig selbst nach Leberflecken absucht. Das Gleiche gilt übrigens für den Intimbereich: Auch der Gynäkologe sollte bei den Kontrollterminen nachschauen, ob etwas auffällig ist. Bei der Untersuchung schaut die Dermatologin auch in meine Mundhöhle und unter die Zunge. Das überrascht mich, aber klar – auch dieser Bereich ist mit (Schleim-)Haut überzogen und kann im Zweifelsfall betroffen sein. Und noch eine spannende Information erhalte ich, während Frau Dr. Galecka-Schnell mich untersucht: Schwarzer Hautkrebs entsteht meist nicht aus bereits existierenden Leberflecken, sondern aus neuer Haut. Deshalb macht es auch keinen Sinn, sich Leberflecken, solange diese ungefährlich aussehen, prophylaktisch entfernen zu lassen. Viel sinnvoller ist es, sich in regelmäßigen Abständen selbst zu untersuchen beziehungsweise an schlecht einsehbaren Stellen wie dem Rücken den Partner, Familienmitglieder oder Freunde zu bitten, einmal nachzuschauen. „Ich empfehle meinen Patienten immer, nach dem hässlichen Entlein unter ihren Leberflecken zu suchen. Mit diesem Begriff kann jeder etwas anfangen und das trifft den Kern der Angelegenheit ziemlich gut. Suchen Sie nach dem Leberfleck, der nicht zu den anderen passt – sei es aufgrund von Farbe, Form oder Erhabenheit“, rät mir Frau Dr. Galecka-Schnell. Zusätzlich sollte man alle zwei Jahre zum Hautscreening beim Dermatologen gehen. Die Kosten dafür werden übrigens ab dem 35. Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen – bei manchen Kassen auch schon früher. „Und wer sollte öfter als alle zwei Jahre kommen?“, erkundige ich mich. „Natürlich sollten Sie sofort vorbeikommen, wenn Ihnen ein Leberfleck, das hässliche Entlein, auffällt. Ansonsten ist Folgendes empfehlenswert: Wer mehr als 20 prominente Leberflecken an einem Arm hat, gehört zu einer Risikogruppe und sollte die jährliche Vorsorgeuntersuchung mit seinem Hautarzt absprechen.“ Bei der Untersuchung schaut die Ärztin sich natürlich auch etwas unangenehmere Zonen, wie die Pofalte oder den Intimbereich, an. Das kostet mich schon ein wenig Überwindung und natürlich gibt es Angenehmeres, aber Frau Dr. Galecka-Schnell ist sehr behutsam und lenkt mich mit unserem Gespräch während der Untersuchung so gekonnt ab, dass gar keine Scham aufkommen kann.
 


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Hautnah getestet | Eau Thermale Avène




Prävention ist unabdingbar

Das Screening dauert insgesamt nur knapp 15 Minuten. Die Dermatologin hat nichts ausgespart – sogar die Zehen- und Fingerzwischenräume wurden untersucht. Nachdem ich mich wieder angezogen habe, -setzen wir uns noch einmal zum Abschlussgespräch an ihren Schreibtisch. Glücklicherweise hat sie keine Auffälligkeiten entdecken können. Ich muss ihr allerdings versprechen, ab jetzt regelmäßig zum Screening zu gehen und nicht wieder so lange Zeit zwischen zwei Untersuchungen verstreichen zu lassen. „Und was kann ich nun außer dem Hautscreening und der regelmäßigen Selbstuntersuchung noch zur Hautkrebsprävention beitragen?“, frage ich die Dermatologin abschließend. Ihre Antwort kommt prompt: „Wie bereits gesagt, die Sonne gehört zu den Hauptauslösern für Hautkrebs und wird leider immer noch von zu vielen Leuten unterschätzt. Deshalb ist es ganz wichtig, einen hohen Sonnenschutz aufzutragen! Von April bis Oktober rate ich dazu, durchgehend Lichtschutzfaktor 50 zu verwenden. Außerdem sollte man zwischen 12 und 15 Uhr die direkte Sonne meiden, weil die Strahlung in dieser Zeit am intensivsten ist. Auf Besuche im Solarium sollte man verzichten.“ Das sollte doch alles zu schaffen sein, oder? Vor allem weil man sicher sein kann: Unsere Haut und unsere Gesundheit werden es uns danken.

 

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SunsiMed - Medizinischer Sonnenschutz für Risikopatienten | Eau Thermale Avène


Produkttipp: SunsiMed

Dieses einzigartige Medizinprodukt von Eau Thermale Avène wurde speziell zur Vorbeugung von aktinischer Keratose, Hautkrebs (außer Melanom) und lichtbedingter Hautalterung entwickelt. Die leichte, nicht fettende Textur zieht sofort in die Haut ein und schützt besonders sonnenexponierte Stellen wie Gesicht, Hals, unbehaarte Kopfhaut, Dekolleté, Unterarme und Handrücken vor schädigenden UV-Strahlen.
 


Welche Hautkrebsarten gibt es?

Das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist zwar selten, jedoch auch relativ schlecht heilbar und für circa 75 Prozent der durch Hautkrebs verursachten Todesfälle verantwortlich. Weitaus stärker verbreitet, aber auch weniger bekannt ist der helle Hautkrebs (Plattenepithelkarzinom und Basalzellkarzinom). Verursacht wird er durch eine kontinuierliche UV-Belastung zum Beispiel bei Personen, die hauptsächlich im Freien arbeiten. Auch aktinische Keratosen, eine Vorstufe des weißen Hautkrebses, sind weit verbreitet. Sie zeichnen sich durch rötliche, manchmal aber auch hautfarbene oder bräunliche Flecken mit fest haftender Schuppung auf den Sonnenterrassen des Körpers wie Gesicht, Händen und Dekolleté aus. Beschwerden wie Juckreiz, Brennen oder Schmerzen fehlen in der Regel. Deshalb werden sie von den Betroffenen leider oftmals erst spät bemerkt beziehungsweise ernst genommen.
 
 
Weitere Informationen zum Thema Hautkrebs und wie Sie Ihr Hautkrebsrisiko senken können finden Sie in unserem Ratgeber.

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