Ratgeber

Neurodermitis am Fuß

Neurodermitis am Fuß und am Bein

Ursachen, Symptome und Tipps zur richtigen Pflege bei Neurodermitis am Fuß und Wissenswertes zum atopischen Winterfuß.

„Juckreiz an den Füßen kann besonders unangenehm und störend sein. Dennoch lässt es sich mit der richtigen Behandlung durch Fußbäder, geeignete Strümpfe und einer pflegenden Creme sorgenfrei leben.”

DIE MARKE EAU THERMALE AVÈNE

Fuß
Trockene Haut, starker Juckreiz und Hautausschlag: Neurodermitis (auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt) ist eine weitverbreitete Hauterkrankung, die chronisch in Schüben verläuft und nicht ansteckend ist. Typische Stellen am Körper, an denen die entzündliche Hautkrankheit in Erscheinung tritt, sind besonders dünne Hautpartien, wie die Armbeugen, Kniekehlen sowie die Haut am Hals und im Gesicht.

Daneben zeigen sich auch des Öfteren Symptome von Neurodermitis an der Hand und am Fuß, denn an den Extremitäten ist die Haut vielen äußeren Einflüssen ausgesetzt. Während unsere Hände im Alltag kaum geschützt sind, stecken unsere Füße immerhin in Socken und Schuhen. Dadurch lässt sich Neurodermitis am Fuß zwar gut verstecken, trotzdem ist die Erkrankung für die Betroffenen durch einen quälenden Juckreiz bei einem akuten Neurodermitis-Schub sehr präsent.
Inhaltsverzeichnis

1. Ursachen von Neurodermitis an den Füßen
2. Woran erkenne ich Neurodermitis am Fuß?
3. Sonderform: Atopischer Winterfuß
4. Neurodermitis am Bein
5. Begünstigt Neurodermitis an den Füßen Fußpilz?
6. 3 Tipps zur Fußpflege bei Neurodermitis
7. Leben mit Neurodermitis am Fuß

Ursachen von Neurodermitis an den Füßen

Die Ursachen der atopischen Dermatitis sind noch nicht vollständig geklärt. Experten gehen von einer erblich bedingten Hauterkrankung aus, die sich durch gewisse Trigger manifestiert und immer wieder schubweise ausbricht. Es handelt sich demnach um eine Kombination aus genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen – Neurodermitis besitzt also eine multifaktorielle Ursache.

Unsere Füße sind täglichen Belastungen ausgesetzt. Zum einen müssen sie das komplette Körpergewicht tragen, zum anderen wird die Haut am Fuß zwar durch Kleidung geschützt, gleichzeitig aber auch durch falsche Socken und Schuhe beansprucht. Ist das Material nicht atmungsaktiv, bleibt der Schweiß auf der Haut und kann Neurodermitis am Fuß fördern.
Dasselbe gilt für Wasserrückstände nach dem Duschen und Baden, die an den Füßen und speziell zwischen den Zehen häufig nicht richtig abgetrocknet werden. Dieses feuchte Milieu am Fuß begünstigt den Ausbruch von atopischen Ekzemen am Fuß.
 

Auslöser von Neurodermitis am Fuß

 
  • Enge Schuhe
  • Falsche Textilien der Socken 
  • Schwitzen am Fuß
  • Feuchtes Milieu nach Körperwäsche
  • Stress, Aufregung 
  • Extremes Klima wie Kälte, Hitze und Trockenheit 
  • Hormonelle Änderungen in der Schwangerschaft und während der Periode

Woran erkenne ich Neurodermitis am Fuß?

Typische Symptome der atopischen Dermatitis an den Füßen zeigen sich vor allem am Fußrücken, den Fußsohlen und zwischen den Zehen. Die Haut ist trocken, juckt stark und schuppt. Rötungen und nässende Hautstellen werden bei starker Ausprägung der Neurodermitis an Fußrücken und -sohlen von Bläschen und Krusten begleitet. Im Extremfall und in der kalten Jahreszeit kann sich ein sogenannter atopischer Winterfuß ausbilden, bei dem blutige Risse in der Haut zu starken Schmerzen führen. 
 

Klassische Symptome von Neurodermitis an den Füßen

 
  • Rötungen
  • Juckreiz
  • Trockenheit
  • Schuppige Haut
  • Nässende Stellen 
  • Blutige Risse
  • Ausbildung von Ekzemen und Bläschen

Sonderform: Atopischer Winterfuß

Beim atopischen Winterfuß (Dermatitis plantaris sicca, Plantardermatose) handelt es sich um eine Sonderform der Neurodermitis am Fuß, die sich als trockenes Fußekzem manifestiert. Der Begriff kommt nicht von ungefähr, denn gerade im Winter tragen viele Menschen aufgrund der Kälte festes Schuhwerk, das keine Luftzirkulation an den Füßen zulässt und für einen Hitzestau sorgt. Hinzu kommen besonders dicke Socken und Strümpfe aus Kunstfasern wie Nylon, welche die Schweißproduktion begünstigen.

Die Füße können nicht atmen, die Haut weicht auf und verliert ihre natürliche Schutzfunktion. Die Haut an den Füßen wird dadurch anfälliger für Keime und Bakterien. Trotz des Namens kann der atopische Winterfuß auch in wärmeren Monaten auftreten. 


Der atopische Winterfuß äußert sich durch entzündliche Hautveränderungen, die sich zunächst an den Zehenspitzen bemerkbar machen und sich in starken Fällen über den Bereich der Zehenzwischenräume und Fußsohlen ausbreiten. Es beginnt mit extrem trockener Haut, die gerötet ist und stark schuppt. Später kann es zu schmerzhaften Rissen kommen – in schlimmen Fällen sind Zehennägel und Nagelfalz mit betroffen. 

Neurodermitis am Bein

Die Symptome von Neurodermitis am Bein sind ähnlich zu denen am Fuß und am restlichen Körper – trockene und schuppende Haut, Juckreiz und Brennen. An den Beinen finden sich atopische Ekzeme meist an den Dehn- und Streckseiten der Gelenke, sprich in den Kniekehlen, an den Knien selbst sowie den Knöcheln. An den Beinen kann Neurodermitis auch durch falsche Kleidung und kratzende Textilien begünstigt werden, welche die Haut reizen.
Zur Neurodermitis-Therapie an den Beinen empfehlen wir daher zu beobachten, wann die Schübe auftreten und gegebenenfalls bestimmte Textilien zu vermeiden. Auch Waschmittel und Weichspüler können die Neurodermitis begünstigen. Zudem sollten Sie beobachten, ob die Symptome in Verbindung mit bestimmten Lebensmitteln auftreten. Lesen Sie mehr zum Thema Ernährung bei Neurodermitis und der passenden Pflege bei einem atopischen Ekzem.

Begünstigt Neurodermitis an den Füßen Fußpilz?

Atopische Dermatitis am Fuß schwächt die natürliche Hautbarriere und erhöht das Risiko von Infektionen der Haut – so auch von Fußpilz. Neurodermitiker sollten dementsprechend dem Risiko, an Fußpilz zu erkranken, vorbeugen. Das gelingt,
indem die Füße immer gründlich abgetrocknet werden, besonders in den Zehenzwischenräumen. Zudem sollten geeignete Socken zum Einsatz kommen, die luftdurchlässig sind und möglichst kein Schwitzen begünstigen. Leichte Baumwollsocken sind eine gute Wahl bei Neurodermitis an den Füßen. 

3 Tipps zur Fußpflege bei Neurodermitis

Fußpflege

Um Neurodermitis an den Füßen in den Griff zu bekommen, sollten Betroffene einige Tipps zur Fußpflege beherzigen.
1. Bekleidung an den Füßen

Tragen Sie geschlossenes Schuhwerk nur so lange wie nötig und setzen Sie auf bequeme sowie weiche Schuhe ohne Innennähte. Vermeiden Sie barfuß zu laufen, damit keine Bakterien in die Haut eindringen können und tragen Sie auch Zuhause zumindest weiche Socken, die die Füße in der Wohnung bedecken.

2. Wellness mit Fußbad

Gönnen Sie Ihren Neurodermitis-Füßen ein tägliches Fußbad, um bakteriell kontaminierte Schuppen von der Haut zu lösen. Das gründliche Abtrocknen, vor allem auch zwischen den Zehen, ist unabdingbar. 

3. Pflegecreme für Fußsohle und Fußrücken

Cremen Sie Ihre Füße nach dem Fußbad mit einer geeigneten Fußcreme mit hohem Fettanteil gegen atopische Dermatitis am Fuß ein. Zudem sollten Sie auf pflegende Inhaltsstoffe bei Ihrer Fußcreme achten, zu diesen zählen u.a. Harnstoff (Urea), pflanzliche Öle, Glycerin und Panthenol. Wir empfehlen unsere mit Urea angereicherte Pflege Akérat und die XeraCalm A.D für zu Neurodermitis neigende Haut.

Leben mit Neurodermitis am Fuß

Juckreiz an den Füßen ist besonders unangenehm, wenn diese gerade in Schuhen stecken und die Betroffenen nicht zum Kratzen herankommen. Aus diesem Grund kann Neurodermitis am Fuß für die Patienten im Alltag sehr störend sein.
Dennoch lässt es sich mit der richtigen Behandlung durch Fußbäder, geeignete Strümpfe und einer pflegenden Creme für die Füße sorgenfrei Leben. Erfahren Sie hier mehr zum Thema Pflege bei Neurodermitis.
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